1 Mai Neonazi-Aufmarsch in Beuel: Großartige Reaktion der Bonnerinnen und Bonner

Kritik an Polizeiführung Die Ratsfraktion der Bonner GRÜNEN hat sich `begeistert´ über die Reaktion der Bonnerinnen und Bonner auf den Aufmarsch von Neonazis in Bonn ge-zeigt. Gleichzeitig kritisierte sie das Vorgehen der Polizei. Diese habe durch eine völlig überzogene räumliche Absperrung, das Recht der Gegendemonst-rantInnen auf Protest in Sicht- und Hörweite zum Neonazi-Aufmarsch unzuläs-sig eingeschränkt und damit der `breiten, kreativ-rheinischen Antwort auf das brauen Schmierentheater´ nicht den Raum gelassen, der ihm zugestanden hät-te.„Auch wenn der Anlass widerlich war, durch ihre großartige Reaktion haben die Bon-nerinnen und Bonner den 1.Mai 2012 zu einem guten Tag für ihre Stadt gemacht“, sagte Fraktionssprecherin Doro Paß-Weingartz. „Die Antwort Bonns auf den Auf-marsch der Neonazis war breit getragen, rheinisch-kreativ und glasklar: Für alte und neue Nazi gibt es keinen Platz in Bonn!“ Gleichzeitig kritisierten die GRÜNE weite Teile des Vorgehens der Polizei.„Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichtes Köln hätte die Bonner Polizeiführung die Möglichkeit gehabt, ihre bisherige Haltung zu überdenken und keine neue Route für den geplanten Neonazi-Aufmarsch in Bonn-Beuel mehr zu genehmigen,“ so die GRÜNEN. „Dazu haben wir sie am Montag aufgefordert, leider ist sie dem nicht nachgekommen.“Stattdessen habe sie den braunen Aufmarsch ermöglicht und dabei durch eine völlig überzogene räumliche Absperrung die Einschränkung des Rechtes der Gegende-monstrantInnen auf Protest in Sicht- und Hörweite zum Neonazi-Aufmarsch in Kauf genommen und damit der `Bonner Antwort auf das brauen Schmierentheater´ nicht den Raum gelassen, der ihm zugestanden hätte.„Das ist nicht die Polizeilinie, die wir zukünftig in Bonn akzeptieren wollen“, sagte Frau Paß-Weingartz und kündigte Gespräche mit der Polizeiführung an.Darüber hinaus kritisierten die GRÜNEN das z.T. martialische Auftreten der Polizis-ten, die mit Helmen, heruntergezogenen Visieren und griffbereiten Schlagstöcken in Dreierreihen vor völlig friedlichen DemonstrantInnen aufmarschiert seien.Dagegen lobten sie den „freundlichen und angemessenen Umgang“ mit den verein-zelten Sitzblockaden. „Soweit wir das persönlich verfolgen konnten, hat die Polizei hier deeskalierend und angemessen agiert, das war tatsächlich so, wie wir uns eine bürgernahe Polizei vorstellen.“

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld