4. Gesamtschule: Bonner Elternwille eindeutig

Die grüne Sprecherin Dorothee Paß-Weingartz:? Dieses Ergebnis war zu erwarten. Obwohl die Fragen ziemlich verklausuliert gestellt wurden, haben die Eltern sich eindeutig für ein längeres gemeinsames Lernen, wie es nur an den Gesamtschulen möglich ist, ausgesprochen. Diesen Elternwillen sollten alle Fraktionen im Rat sehr ernst nehmen und dem Errichtungsbeschluss in der kommenden Ratssitzung zustimmen.?Nach Auffassung der Grünen ist dieses Ergebnis der Befragung ein Schlag ins Gesicht für Verwaltung, CDU, SPD und Oberbürgermeisterin, die gemeinsam in den letzten Jahren die Errichtung einer weiteren Gesamtschule verhindert haben.2798 Fragebögen wurden ausgegeben, 1771 kamen zurück, ein Rücklauf von 63,3% – eine höhere Beteiligung als bei Kommunalwahlen. Von diesen 1771 Eltern halten 65% das Angebot in Bonn für ein ?längeres gemeinsames? Lernen für nicht ausreichend ? das waren immerhin 1156 Eltern, 974 halten das Gesamtschulangebot für nicht ausreichend.Paß-Weingartz:? Wir haben seit Jahren diese Befragung gefordert, aber erst die drohende Kommunalwahl hat die SPD erweicht. Aber einer direkten Befragung, die ganz einfach nach dem Schulwunsch der Eltern fragt, konnte sie dennoch nicht zustimmen. Die nun durchgeführte verklausulierte Befragung nutzten sehr viele Eltern, ihrem Wunsch nach mehr Gesamtschulplätzen Ausdruck zu verleihen.?Deshalb steht nach Meinung der Grünen einem Errichtungsbeschluss in der kommenden Ratssitzung nichts mehr entgegen.Vor der letzten Kommunalwahl wurde der Fraktionssprecher der CDU in der Presse folgendermaßen zitiert: ?Ich bin kein Freund der Gesamtschule. Wenn der Elternwille aber da ist, werden wir uns aber nicht verschließen? (General-Anzeiger vom 30.09.2004).Und die Oberbürgermeisterin antwortete am 09.12.2004 (General-Anzeiger) auf die Frage, ob es zum nächsten Schuljahr eine 4. Gesamtschule gebe: ?Nach all den Zahlen, die wir bisher vorliegen haben, gehen wir davon aus, dass wir eine vierte Gesamtschule brauchen.??Nun haben SPD und CDU die Möglichkeit, ihre Wahlversprechen, die sie vor der letzten Kommunalwahl gegeben haben, einzulösen,? so die grüne Sprecherin.

 

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