4. Gesamtschule: Dieckmann scheinheilig!

?Wenn Dieckmann nun die Art und Weise der Zusammenarbeit mit den Eltern beklagt und ?mehr Sorgfalt? bei der Sammlung der Unterschriften einfordert, ist das an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten?, sagte die GRÜNE Fraktionssprecherin Doro Paß-Weingartz. ?Schließlich hat es seitens der OB und des Schulamtes nie auch nur den Ansatz einer konstruktiven Zusammenarbeit gegeben. Ganz im Gegenteil: Sie haben nichts ausgelassen, um den Eltern, die sich für eine 4.Gesamtschule einsetzen, Knüppel zwischen die Beine zu werfen!?

 

Die GRÜNEN wiesen darauf hin, dass es für die Verwaltung ein Leichtes gewesen wäre, die Familien der Kinder, die von den bestehenden Gesamtschulen nicht aufgenommen werden konnten, zu befragen, ob sie ihre Kinder an einer neu zu errichtenden Gesamtschule verbindlich anmelden würden.Frau Paß-Weingartz: ?Das Ergebnis wäre  mit Sicherheit eindeutig und vermutlich auch noch formal korrekt gewesen.?

 

Aber auch ohne eine solche Erhebung gibt es aus Sicht der GRÜNEN die Verpflichtung der Stadt, den Bedarf nach einer 4. Gesamtschule endlich nachzukommen.?Nach den Gesetz hätte die Stadt längst handeln müssen, weil über Jahre  der Wunsch der Eltern nach mehr Gesamtschulplätzen nicht gedeckt werden konnte?, so Frau Paß-Weingartz.Die GRÜNEN werden an ihrem Ratsantrag zur Einrichtung einer 4. Gesamtschule festhalten.?Wir appellieren noch einmal an die übrigen Fraktionen ihre ideologischen Vorbehalte zurückzustellen, und zu akzeptieren, dass die Eltern in dieser Frage seit Jahren eindeutig mit den Füßen abgestimmt haben.?Sollte der Rat die Einrichtung ablehnen, kündigten die GRÜNEN an, auch eine Klage zu unterstützen, ?wenn die Eltern dies wollen.?

 

Das Problem bleibe in jedem Fall auf der Tagesordnung.?Wenn jetzt nicht passiert, wird die Zahl der Ablehnungen im nächsten Jahr angesichts der wachsenden SchülerInnenzahlen noch einmal zunehmen. Es darf nicht dabei bleiben, dass in Bonn die Wahl der Schulform für ein Drittel der SchülerInnen zum Lotteriespiel wird.?

 

?Die Oberbürgermeisterin hat in dieser Zukunftsfrage nichts als ?heiße Luft? zu bieten?, sagte Frau Paß-Weingartz. ? Dass sie nach 6 Jahren Stillstand ein ?intensives Nachdenken in der Fachverwaltung? ankündigt, muss den betroffenen Familien wie blanker Hohn in den Ohren klingen! Zur ?familienfreundlichsten Stadt Deutschlands? wird man so sicher nicht.?

 

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