4. Gesamtschule: Grüne widersprechen Schulministerium!

Die Stellungnahme des Ministeriums ist nach Auffassung der grünen Sprecherin das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde. Auf die Frage, ob 112 Unterschriften ausreichten, um die Stadt zu Errichtung einer Gesamtschule zu zwingen antwortet Staatssekretär Winands, dass auch andere Kriterien wie z.B. die Auswirkung auf andere Schulen und die Leistungsheterogenität zu berücksichtigen seien.

 

Paß-Weingartz:? Zum einen haben wir in Bonn immer noch wachsende Schülerzahlen und die weiterführenden Schulen sind bis auf die Hauptschulen proppenvoll. Das Schulamt musste alleine 60 Kinder zuweisen, die auch im zweiten Anlauf keinen Schulplatz auf Gymnasium oder Realschule gefunden haben. Zum zweiten spielt laut Schulgesetz die Leistungsmischung keine Rolle, obwohl sie auch in diesem Jahr gegeben ist. Winands argumentiert mit Paragraphen und Verordnungen, die das, was er behauptet, aber alle nicht hergeben.?

 

In einigen Bundesländern zeichne sich inzwischen die Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem hin zu einer gemeinsamen Beschulung aller Kinder ab. In Greven z.B. ist gerade der Beschluss gefallen, eine weitere Gesamtschule einzurichten, die SPD-Landesvorsitzende betonte erst in dieser Woche, dass der Anmeldedruck auf die Gesamtschulen eine deutliche Sprache sprechen, nur in Bonn sei diese Debatte noch nicht angekommen.

 

Paß-Weingartz:? Mit diesem ganz offensichtlich in Auftrag gegebenen Schreiben soll der Elternwille weiter mit Füßen getreten werden ? das sollten die Eltern sich nicht bieten lassen. Gehen die Eltern vor Gericht, haben sie unsere Unterstützung. ?

 

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