4. Gesamtschule: Stadt muss Klageweg beschreiten

Die Grüne Sprecherin Dorothee Paß-Weingartz:“ Damit kann die neue Gesamtschule im Sommer ihren Betrieb aufnehmen, wenn die Stadt Bonn das angekündigte rechtliche Verfahren durchzieht und sich damit durchsetzt.“Die Bezirksregierung will die 4. Gesamtschule nicht genehmigen, da nur 30 Kinder mit einer Gymnasialempfehlung angemeldet seien, sie wollen 38 Kinder mit einer gymnasialen Empfehlung und pochen auf die Leistungsheterogenität.Nach Auffassung des kommissarischen Schulleiters und der Grünen ist eine Leistungsmischung aber durchaus gegeben, denn aufgenommen werden 79 Kinder mit gymnasialer Empfehlung und uneingeschränkter Realschulempfehlung. 42 werden der 2. Leistungsgruppe zugeordnet – Kinder mit Hauptschulempfehlung und eingeschränkter Realschulempfehlung.Paß-Weingartz:“ Den Klageweg der Stadt können wir nur voll unterstützen, diesen Mut hätten wir uns allerdings auch schon früher gewünscht.“ Paß-Weingartz verweist darauf, dass in den vergangenen Jahren eine 4. Gesamt-schule weder von der Verwaltung noch vom Rat unterstützt wurde, in der letzten Ratsperiode haben ca. 3000 Kinder keinen Gesamtschulplatz bekommen und mussten auf andere Schulformen ausweichen.„Wenn die 4. Gesamtschule kommt, bleibt immer noch fast 500 Kinder in Bonn die Schulform der Wahl versagt. Deshalb werden wir weiter für Gesamtschulen kämpfen!“ Dem Verfahren um die Genehmigung sehen die Grünen mit Optimismus entgegen, die Forderung der Bezirksregierung und des Schulministeriums nach einer Drittelung der Leistungsheterogenität sind nirgendwo gesetzlich festgeschrieben. Es bleibt ein Skandal, dass Landes- und Bezirksregierung alleine aus ideologischen Gründen hunderten von Eltern und Kindern alleine in Bonn die Schulform ihrer Wahl verwei-gern wollen.

 

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