50 Jahre Beethovenhalle:

Die GRÜNEN kritisierten die Antwort, die von Kulturdezernent Krapf und Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann unterschrieben wurde, als „skandalös und peinlich“.„Diese Stellungnahme ist an Geschichtsvergessenheit schwer zu überbieten“, sagt die kulturpolische Sprecherin der GRÜNEN, Gisela Mengelberg. „Die Art und Weise, mit der hier mit dem gewachsenen Erbe unserer Stadt umgegangen werden soll und seine Begründung ist schlicht und ergreifend kulturlos.“Frau Mengelberg erinnerte daran, dass die Denkmalliste der Stadt Bonn die Beethovenhalle als Konzerthalle beschreibt, „die eine gewichtige Architekturgattung für das kulturelle Leben der Stadt verkörpert.  …. baugeschichtlich verkörpert sie die Richtung des organischen Bauens, die sich vom rein funktionalen Bauen abhebt. Sie reiht  sich bundesweit in die Gruppe der Nachkriegsbauten (Philharmonie Berlin, Stuttgarter Liederhalle).  Städtebaulich dokumentiert die Beethovenhalle in hervorragender Weise die Neubebauung auf dem Gelände der ehemaligen Bastionärbefestigung Bonns des 17. Jahrhunderts und der Stadterweiterung des 19 Jahrhunderts.“  Und fügte hinzu: „Das Hallenprojekt konnte nur durch die großzügige finanzielle Unterstützung Bonner BürgerInnen, die durch den „Stifterverband Beethovenhalle“ und im „Kuratorium zur Förderung der Pflege des künstlerischen und geistigen Erbes Ludwig van Beethovens„ zu Spenden aufgerufen wurden, verwirklicht werden.“ „Wir wollen, dass mit diesem Erbe angemessen umgegangen wird“, sagte Frau Mengelberg. „Immerhin steh die Halle aus guten Gründen unter Denkmalschutz und der kann nicht einfach für null und nichtig erklärt werden, weil er nicht zu den  Ergebnissen des Architekturwettbewerbs der Deutschen Post passt.“Die GRÜNEN erinnerten daran, dass auch der geltende Grundsatzbeschluss des Rates zum Festspielhaus, von einem Bestand der Beethovenhalle ausgeht.„Da stellt sich schon die Frage: Wem gehört eigentlich die Stadt?“Der Bau des Festspielhauses steht nach Ansicht der GRÜNEN nach wie vor auf ´tönernen Füßen`, weil `weder der Bau und schon gar nicht der Betrieb der Halle auch nur annähernd gesichert` sei.„Es gibt die reale Gefahr, dass wir unser städtisches Erbe gedankenlos einreißen und durch ein Millionengrab ersetzen“, sagte Frau Mengelberg. „Dagegen werden wir uns entschieden zur Wehr setzen. Das beginnt mit einer angemessenen Jubiläumsfeier „50 Jahre Beethovenhalle.  Genau das werden wir im kommenden Kulturausschuss beantragen.“

 

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