Südüberbauung und Primark-Proteste

In den letzten Wochen haben  die GRÜNE Fraktion im Umfeld der geplanten Bebauung des Bahnhofsvorplatzes zahlreiche Mails erreicht, in der die Produktionsbedingungen von Primark und anderen Handelsketten kritisiert und  die Frage aufwerfen, warum in der Innenstadt solche Läden gehäuft zu finden sind. Die Ratsentscheidung für die neue Bebauung am Bahnhofsplatz, die dort einen fast 30igjährigen Stillstand beenden wird, ist  eine wichtige und zukunftsweisende städtebauliche Planungsentscheidung und keine Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Handelskette. Der Rat der Stadt Bonn und auch die GRÜNE Fraktion hatten nur die Möglichkeit dem Bauprojekt insgesamt zuzustimmen oder es abzulehnen. Auf die Auswahl der Mieter durch den privaten Investor hat die Bonner Politik keinen Einfluss. Eine Ablehnung des Bauprojektes hätte auf Jahre hinaus weiteren städtebaulichen Stillstand im Bahnhofsbereich bedeutet. Am Ende sind es die Konsument*innen, die darüber bestimmen, welche Läden sich am Markt in der Bonner Innenstadt durchsetzen werden und auf diese Konsumentenmacht setzen wir. Unser Ansatz muss die Aufklärung über Produkte und ihre Herstellung sein sowie Überzeugungsarbeit für fairen und ökologisch verträglichen Konsum sein. Da stehen die Grünen ganz an der Seite vieler zivilgesellschaftlicher Organisationen wie Inkota, Clean Clothes Campaign  oder Fairtrade. So richtet auch die Bonner  Ratsfraktion der GRÜNEN den Appell an die Bürger*innen, die dieses Thema bewegt: Tun Sie etwas gegen Konsumentenverhalten das nicht-fairen und ökologisch bedenklichen Handel stützt. Helfen Sie das Käufer*innen-Bewusstsein zu schärfen, in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis oder auch in einer Initiative.

 

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