Viktoriabrücke muss sofort wieder für den Radverkehr freigegeben werden. Die Grünen in der BV Bonn fordern Tempo 20 für alle Verkehrsteilnehmer auf der Brücke

Die Grünen haben keinerlei Verständnis für die Aussperrung des Radverkehrs auf der Viktoriabrücke. Diese Maßnahme muss sofort zurückgenommen und stattdessen die Höchstgeschwindigkeit für alle Verkehrkehrsteilnehmer auf Tempo 20 begrenzt werden.

 

Die Sperrung der Viktoriabrücke ist weder sachlich noch politisch gerechtfertigt. Es hat seit dem Einrichten der Baustelle Unfälle auf der Viktoriabrücke gegeben, aber keiner davon unter Beteiligung von Radfahrenden, geschweige denn aufgrund deren Verschulden. Wenn von Seiten der Polizei festgestellt wurde, dass Radfahrende so massiv von PKWs gefährdet werden, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, so darf diese Maßnahme nicht bedeuten, dass Radfahrenden das Passieren der Brücke verboten wird. Die Rechtsprechung sagt, dass die Benutzung der Straße nur dann verboten werden darf, wenn diese Maßnahme aus Gründen der Verkehrssicherheit zwingend erforderlich ist. Hierbei handelt es sich aber folglich um eine Radwegbenutzungspflicht, die es hier mangels Radweg nicht gibt. Die Maßstäbe wären also sehr viel höher anzusetzen, etwa so wie beim Godesbergtunnel. Diesem Vergleich hält die Brücke aber nicht stand, da es hier lediglich darum geht, dass PKWs hinter den Radfahrenden bleiben müssen, wodurch sie einige Sekunden „verlieren“. Die Unterführung an der Herwarthstraße stellt keine akzeptable Alternative dar. Die Bezirksverordneten der GRÜNEN Brigitta Poppe und Hartwig Lohmeyer: „Pikant an dieser überraschenden Sperrung ist, dass sie genau zu dem Zeitpunkt vollzogen wird, wo sich sämtliche Expertinnen und Experten für den Radverkehr der Bonner Stadtverwaltung in Kopenhagen aufhalten, wo sie sich Ideen und Anregungen holen sollen, wie der Radverkehr in einer Großstadt vernünftig gefördert werden kann. „

 

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