Augen auf beim Volksbegehren: Schulformen nicht gegeneinander ausspielen

 

Zum aktuell laufenden Volksbegehren der Initiative „G9-Jetzt-NRW“ erklären Andrea Bauer und Harald Klinke, die Vorsitzenden der Bonner GRÜNEN:

„Auch in Bonn liegen mittlerweile die Unterschriftenlisten des Volksbegehrens aus. Interessierte sollten sich vor einer Unterstützung genau informieren. Denn es geht keineswegs um ein einfaches „Ja“ zu einer längeren Schulzeit. Gegenstand des Volksbegehrens ist vielmehr ein konkreter Gesetzentwurf der Initiative. Und der sieht die Rückkehr zum Halbtagsgymnasium zu Lasten anderer Schulformen vor. Konkret sollen acht Unterrichtsstunden in der Stundentafel reduziert werden, um die angestrebten Änderungen zu finanzieren. Diese Kürzung beträfe insbesondere die individuelle Förderung.

Zu Recht warnen deshalb Eltern- und Lehrerverbände vor einer Unterstützung dieser Initiative. In verschiedenen Städten haben sich die örtlichen Stadtschulpflegschaften entsprechend positioniert. Auch in Bonn spricht sich die Stadtschulpflegschaft gegen das Volksbegehren aus.

Den konkreten Gesetzesentwurf lehnen auch wir GRÜNE ab und machen uns stattdessen dafür stark, dass jedes Kind an jeder Schule die bestmögliche Förderung und Unterstützung erhält. Wir stehen für „individuelle Lernzeiten“ und die Möglichkeit, an jedem Gymnasium G9 machen zu können – aber ohne anderen Schulformen Unterricht wegzunehmen.“

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