Fahrradverleihsystem unverzichtbar! System soll zügig eingeführt werden und nicht zu einer zusätzlichen Belastung der Stadtwerke führen

Die Grünen haben unterstrichen, dass das Fahrradverleihsystem zügig eingeführt werden und nicht zu einer zusätzlichen Belastung der Stadtwerke führen soll.

Der verkehrspolitische Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion, Rolf Beu erklärt dazu:

„Das in der Endplanung befindliche Bonner Fahrradverleihsystem überzeugt. Wichtig ist es, dass die Menschen in der Stadt eine komplette Mobilitätskette bis zu ihren Zielpunkten hin angeboten bekommen. Da eine massenhafte Mitnahme von privaten Rädern in den Bussen und Bahnen im Interesse aller Fahrgäste nicht möglich ist, bieten sich Leihräder an den Stationen des ÖPNV geradezu an, um ‚die letzte Meile‘ zurück legen zu können. Mit der erfolgten Ratsentscheidung, das Fahrradverleihsystem an die Stadtwerke anzubinden, wird ein nächster Schritt gegangen, die SWB zum städtischen Mobilitätskonzern (Hochflur-Stadtbahn, Niederflur-Straßenbahn, Linienbus, Leihrad, vielleicht bald Seilbahn) weiter zu entwickeln.
Fahrradverleihsysteme in ihren unterschiedlichen Ausprägungen sind inzwischen in fast allen größeren Städten national und vor allem international Standard. Davon konnte ich  mich selbst in so unterschiedlichen Städten wie Lille, Riga, Brüssel und Paris überzeugen.

Entgegen der ursprünglichen Verwaltungsposition, mit lediglich 40 Stationen zwischen Innenstadt und dem UN-Campus starten zu wollen, haben wir uns im Stadtrat immer für eine Mindestanzahl von 100 Stationen ausgesprochen – und zwar stadtweit und nicht nur im vermeintlichen Hauptnachfragegebiet. So sind jetzt auch die wichtigsten Stadtteilzentren und Ausbildungsstätten von Beginn an direkt angeschlossen.

Selbst wenn laufende Kosten von 1 Million Euro pro Jahr für das Fahrradverleihsystem anfallen sollten (woanders laufen die Systeme inzwischen angeblich fast kostendeckend), ist diese Summe im Hinblick auf den Gesamtbetrag, den die Stadt Bonn jährlich für den ÖPNV aufwendet, überschaubar (nach einer Faustformel betragen die Kosten für einen einzigen zusätzlich einzusetzenden Bus allein schon 1/4 Million Euro). Die Beteiligung der Universität ist sehr positiv. Auch bieten die meisten bestehenden Radleihsysteme Werbemöglichkeiten an. Zusätzlich hat ein Fahrradverleihsystem selbst eine auch finanziell nicht zu unterschätzende Werbewirkung für die Stadt bei ihrer touristischen Vermarktung.“

 

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