GRÜNE fordern Bürgerbefragung bei umfangreicher Fällung von Alleebäumen in Bad Godesberg

Das Stadt- und Straßenbild in Bad Godesberg zeichnet sich durch seinen reichhaltigen Bestand an Alleen aus. Diverse Baumarten sind vertreten, mitunter Robinien, Linden und Platanen.Das Amt für Stadtgrün hat im Juli viele Bäume in mehreren Straßen und Straßenabschnitten bewertet. Unter anderem Bäume an der Stirzenhofstraße, der Rheinstraße zwischen Basteistraße und Rheinufer und der Spiegelhofstraße. Der Zustand vieler Altbäume hat sich im Laufe der Jahrzehnte verschlechtert. Jedoch bei Weitem gehen nicht von allen Alleebäumen Gefahren aus. Das Amt für Stadtgrün möchte dennoch nun in den genannten Straßen eine durchgehende Fällung der Alleebäume vornehmen. Auch die erhaltenswerten Bäume sollen gefällt werden, um im Anschluss eine einheitliche Neuanpflanzung durchzuführen.Am 11. September tagte dazu die Bezirksvertretung von Bad Godesberg. Auf Initiative der GRÜNEN fordert die Bezirksvertretung die Stadtverwaltung nun auf, eine Bürgerinformation über die geplanten Fällungen aufzunehmen. „Ziel ist es, die Anregungen und Wünsche der Anwohner dieser Straßen bezüglich der geplanten Fällmaßnahmen aufzunehmen und in das Gesamtkonzept einzuspeisen. Wir können bei einem so sensiblen Thema nicht ohne unsere Bürger entscheiden“, so Gerhard Lemm, Fraktionssprecher der Grünen in Bad Godesberg. „Weiterhin fordern wir GRÜNEN, die erhaltenswerten Bäume nicht zu fällen, bei der Wiederbepflanzung vorwiegend einheimische Bäume zu verwenden und auch schnellstmöglich die leerstehenden Baumscheiben zu bepflanzen“.Am 9. September tagte bereits zu den Alleebäumen in Bad Godesberg die Baumkommission. Leider hatten mit Ausnahme der GRÜNEN alle Fraktionen dem Konzept der vollständigen Fällung der Stadt zugestimmt. Ulrike Aufderheide, Mitglied der Baumkommission sagte: „In der Beratung der Baumkommission habe ich vorgeschlagen die Bürger zu diesem Thema zu befragen, jedoch haben dies alle anderen Fraktionen abgelehnt. Es ist mir völlig unverständlich, warum die Anwohner nicht zu ihrem Straßenbild, welches maßgeblich durch die Alleebäume geprägt ist, nach ihrer Meinung gefragt werden.“

 

Viele erhaltenswerte Bäume stehen noch in den Allen und haben nicht zwingend mit einem Alter von 80 – 100 Jahren, wie die Verwaltung behauptet, ihren Zenit überschritten. Es muss maßvoller mit diesem Baumbestand umgegangen werden, denn trotz einer Neuanpflanzung fehlt das charakteristische Bild solcher Altbäume.

 

„Ein Drittel der Bäume ist nach wie vor erhaltenswert und sollte nicht der Motorsäge zum Opfer fallen. In der Spiegelhofstraße gibt es 25 Baumstandorte. 7 sind unbesetzte Standorte, 9 Bäume sind erhaltenswert und 9 Bäume sind nicht erhaltenswert. Auch in der Vennerstraße zwischen Horionstraße und Waldstraße gibt es 10 unbesetzte Standorte, 6 erhaltenswerte Bäume aber nur 3 nicht erhaltenswerte Bäume“, so Ulrike Aufderheide.

 

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