Abgewogene Sicherheitsdiskussion zu Pützchens Markt ist sinnvoll

Zur Diskussion um die öffentliche Sicherheit bei Pützchens Markt erklären der Fraktionsvorsitzende der CDU, Benedikt Hauser, und die Fraktionssprecherin von Bündnis90/Die Grünen im Rat der Stadt Bonn, Doro Paß-Weingartz:

 

„Unsere Fraktionen kennen die Vorlage des Feuerwehr-Amtsleiters Jochen Stein bisher nicht. Grundsätzlich finden wir es unbedingt erforderlich, die aufgeworfenen Sicherheitsfragen im Lichte der Duisburger Katastrophe zu erörtern und neu zu prüfen.

 

Es wäre sicher sinnvoller gewesen, die Verwaltung hätte ein abgestimmtes Konzept zwischen Marktamt, Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Betreibern vorgelegt. Mit den Maximalforderungen eines Amtsleiters lässt sich jetzt schwerlich diskutieren, weil er sich mit seinen Vorschlägen aus der Gesamtverantwortung gezogen hat. Ein Vergleich mit Duisburg ist auch nicht so einfach zu ziehen. Die Besucher von Pützchens Markt kennen die Gegebenheiten seit vielen Jahren und ebenso die Sicherheitskräfte. Die Örtlichkeiten mit den vielen Fluchtwegen sind anders zu betrachten als die katastrophale Zugangssituation bei der Loveparade.

 

CDU und GRÜNE sind der Meinung, dass wirtschaftliche Interessen natürlich hinter den Sicherheitsbelangen zurückzustehen haben. Es kann nicht im Interesse von Pützchens Markt sein, wenn Menschen zu viel Furcht haben, ihn zu besuchen. Die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher muss – gerade im Interesse der Veranstaltung selbst – absoluten Vorrang haben. Es muss aber auch ein Volksfest bleiben und keine Dorfkirmes.

 

Dazu bedarf es einer abgewogenen Diskussion des Konzeptes von Herrn Stein und der anderen beteiligten Dienststellen, in dem alle vorgeschlagenen Maßnahmen abgewogen werden. Wir erwarten vom Oberbürgermeister eine zügige abgestimmte Vorlage der Verwaltung, denn Pützchens Markt steht vor der Tür. Gegebenenfalls ziehen wir wegen der Bedeutung eine Sondersitzung der Bezirksvertretung Beuel in Erwägung.“

 

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