Absage Frank Meyer: Dilettantische Personalpolitik schadet der Stadt

?Die Spitzenetage der Stadtverwaltung gleicht inzwischen einer Riesenbaustelle?, sagte Fraktionssprecher Karl Uckermann. ?Wenn der Stadtdirektor in nächsten  Monat geht, wird die Stadt neben der Oberbürgermeisterin vom Kämmerer, dem Kultur- und dem Ex-Umweltdezernenten regiert. Und selbst in diesem Rumpfteam scheint die Stimmung nicht zum Besten zu stehen.?

 

Dieckmann habe mit der Großen Koalition aus CDU, SPD und FDP zwar die Mehrheiten für Entlassungen zusammenbekommen, bei der Anwerbung von geeignetem Spitzenpersonal habe man zum wiederholten Mal eine Bruchlandung hingelegt.

 

?Erst wird Frank Meyer von der Verwaltung vor jeglicher Befassung in den zuständigen Gremien bereits in aller Öffentlichkeit als neuer Planungsdezernent ausgerufen, weil der bereits mit den Segen der Herren Hauser und Klein ausgestattet sei und dann lässt man es offenbar hinter den Kulissen derartig krachen, das dem Kandidaten nichts anderes übrig bleibt, als das Handtuch zu werfen, wenn er seine berufliche Reputation nicht endgültig beschädigen will,? meinte Uckermann. ?Das ist ein übler und unprofessioneller Umgang mit Personen, der sich herumspricht. Leute mit guten Jobs und Qualifikationen werden es sich bald dreimal überlegen, ob sie sich in Bonn bewerben.?

 

?Die derzeitige Situation ist extrem schädlich für die Stadt?, sagte Fraktionssprecherin Doro Paß-Weingartz. ?Gerade bei den Zukunftsthemen, die eigentlich Priorität genießen sollen, fehlt das Spitzenpersonal. Wir haben keinen Familiendezernenten, keinen Baudezernenten, ab dem nächsten Monat keine Umweltdezernenten mehr. Das Amt des Wirtschaftsförderers ist vakant, ein Nachfolger weit und breit nicht in Sicht. Das macht sich längst in der Sachpolitik bemerkbar. Bonn nutzt seine hervorragenden Potenziale nicht und verliert gegenüber anderen Regionen an Boden.?

 

Heftig kritisierten die GRÜNEN auch, dass die Oberbürgermeisterin ihre Personalsuche an so genannte Headhunter abgegeben habe.?Der GRÜNEN Fraktion wurde es bis heute nicht ermöglicht, Einblick in die Bewerbungslage der öffentlichen Ausschreibung zu nehmen. Das werden wir mit Sicherheit auch in Zukunft nicht hinnehmen. Es wird höchste Zeit, dass auch in Zeiten der Großen Koalition demokratische Spielregeln wieder selbstverständliche Praxis werden.?

 

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