AKO:Schulausschussvorsitzende kritisiert die Vernichtung von Fotos

Mit großem Unverständnis reagiert die Vorsitzende des Schulausschusses Doro Paß-Weingartz auf die Nachricht, dass auch noch in 2011 Fotos von nackten Schülern seitens des Rektors vernichtet wurden, da er sie als „nicht strafrechtlich relevant“ bewertete.

 

„Im Sinne eines echten Aufklärungswillens hätten die Fotos an die Ermittlungsbehörden weiter geleitet werden müssen, mit der Vernichtung der Fotos ist diese Chance endgültig vertan,“ so Paß-Weingartz.

 

Vor dem Hintergrund, dass Vertreter des „Eckigen Tisches“ Ende 2010 bei der Staatsanwaltschaft Bonn Strafanzeige  wegen des Verdachts des Besitzes von kinderpornographischem Material erstattet haben, lässt sich die Vernichtungsaktion in 2011 nicht erklären, hat das AKO doch immer wieder seinen Aufarbeitungswillen geäußert. So schrieb Rektor Siebner in einer Presseerklärung am 9.1.2010: „Wie am Wochenende in verschiedenen Medien bekannt geworden ist, hat die Interessengemeinschaft von Missbrauchsopfern ‚Eckiger Tisch’ angekündigt, Strafanzeige gegen P. Theo Schneider SJ, P. Ulrich Rabe SJ, P. Stefan Kiechle SJ, P. Stefan Dartmann SJ und Frau Ursula Raue zu stellen „wegen des Verdachts des Besitzes von kinderpornographischem Material, der Beihilfe ebenso wie wegen Strafvereitlung und sämtlicher sich … weiter ergebender Straftaten“. Grundsätzlich begrüßen wir jeden Schritt, der geeignet ist, die Aufklärung voranzutreiben. Der Strafanzeige selbst sehen wir gelassen entgegen und warten etwaige weitere Schritte der Staatsanwaltschaft ab“.

 

Auf Unverständnis der Schulausschussvorsitzenden stößt auch, dass laut ihrer Information das AKO eine finanzielle Beteiligung des insolventen AKO-PRO am Bintig-Bericht in Höhe von mehreren 10.000 Euro fordern. Alleine die Stadt fordert Gelder in Höhe von 160.000 Euro zurück, die der Verein für eine angebliche Offene Tür über Jahre von der Stadt erhalten hat. So wird die Forderung des AKO die Ansprüche der Stadt verringern.

 

 

 

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