Armut: Bonner Kinder brauchen Unterstützung

Bereits im Juni hatte es einen entsprechenden Antrag im Rat gegeben, der von SPD und CDU allerdings in den Schulausschuss nach den Sommerferien vertagt wurde.

 

Die Verwaltung lehnt diese Hilfestellung aus finanziellen Gründen ab und begründet ihre Haltung mit der Gemeindehaushaltsverordnung.

 

Die grüne Sprecherin Dorothee Paß-Weingartz:? In der letzten Ratssitzung z.B. hat die große Koalition eine deftige Gehaltserhöhung für den Gebäudemanager beschlossen. Eine genauso freiwillige Maßnahme wie ein Zuschuss zu Schulmaterialien. Hier wurde die Gemeindehaushaltsverordnung nicht gezogen.Wir haben Informationen darüber, dass es in Bonn Schulen gibt, in denen über 40% der Kinder ohne entsprechende Ausstattung kommen. Grundlegende Dinge wie Stifte, Schere oder Kleber fehlen. Inzwischen kaufen schon LehrerInnen Materialien von ihrem Geld, um den Kindern überhaupt eine Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen.?

 

In Bonn leben über 8000 Kinder in Bedarfsgemeinschaften, diese Kinder bedürften besonderer Unterstützung. Ohne Hefte und Stifte sei eine Teilhabe am Unterricht nicht möglich.

 

Paß-Weingartz:? Wir unterstützen ausdrücklich ein Modell, mit dem nur tatsächlich nachgewiesene Kosten erstattet werden, denn damit ist gewährleistet, dass die Hilfen auch bei den Kindern ankommen.?

 

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