Artenschutz durch ökologische Friedhofsgestaltung

Friedhöfe sind Orte des Gedenkens, der Ruhe und des Friedens. Doch oftmals leisten Friedhöfe, gerade weil sie innerstädtisch zum Grünraumnetz gehören, darüber hinaus einen ungeplanten großen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt. So können bedrohte Tier- und Pflanzenarten einen Rückzugsraum finden. Auf Initiative der Koalition wird die Verwaltung aufgefordert, in dem anstehenden Friedhofskonzept neben stadtplanerischen, sozialen und denkmalpflegerischen Aspekten auch ökologische Belange zu berücksichtigen. Die umweltpolitischen Sprecher und Sprecherinnen Brigitta Poppe GRÜNE, Christian Gold CDU, und Prof. Dr. Wilfried Löbach FDP: „Unter Berücksichtigung, dass für viele Angehörige der Verstorbenen im unmittelbaren Gräberumfeld eine repräsentative Gartengestaltung gewünscht ist, eignen sich doch auch viele Bereiche der Friedhöfe für eine ökologische Gestaltung. Zum Beispiel die Umwandlung von Trimmhecken in naturnahe Hecken kann nicht nur Geld in der Pflege sparen, sondern für Vögel und für weitere Tiere einen Nist- und Nahrungsraum bieten. Belassen von Totholz und Staudensäume und der Einsatz von organischem Dünger unterstützen den Erhalt der Artenvielfalt. Die Bonner Friedhofsfläche umfasst 127 Hektar und zahlreiche Friedhöfe sind zwischen hundert bis zu dreihundert Jahre alt. Dies macht sie für den städtischen Biodiversitätsschutz besonders wertvoll“.

 

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