Artenvielfalt in der Stadt erhalten

Der Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz hat am vergangenen Mittwoch Mittel in Höhe von 25.000 € bereitgestellt um die Artenvielfalt in Bonn zu stärken. Das Aktionsprogramm Biodiversität aus dem Jahr 2010 wird um Maßnahmen erweitert, mit denen die  Artenvielfalt in der Stadt Bonn beobachtet und gestärkt werden kann. „Um das Thema Biodiversität grundsätzlich auf festere Füße zu stellen, möchten wir ein gesamtstädtisches Biodiversitätsmanagement implementieren. Hierbei soll es um die strukturelle Förderung und Stärkung des Biodiversitätsnetzwerkes gehen“, so die umweltpolitische Sprecherin Brigitta Poppe. Denn trotz zahlreicher guter Ansätze fehle es bislang an einer verbindlichen Struktur, die Maßnahmen von Vereinen, Politik oder Verwaltung miteinander abstimmt. Hier soll Abhilfe geschaffen werden, um künftig in Bonn eine Biodiversitätspolitik „aus einem Guss“ zu sichern.Den Kommunen kommt eine Schlüsselrolle im Erhalt der Artenvielfalt zu. Trotz dichter Besiedlung kommen zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen innerhalb des Stadtgebiets vor, die es zu erhalten gilt. Allerdings erfordert der Schutz der Artenvielfalt innerhalb einer Kommune ein ressort- und institutionsübergreifendes Denken und Handeln: Nur wenn die Ansprüche der biologischen Vielfalt zum Beispiel in der Bauleitplanung, bei Renaturierungsmaßnahmen und in der Ausweisung von Schutzgebieten, bei der Bewirtschaftung der städtischen Wälder oder auch in entsprechender Informationsarbeit berücksichtigt werden, kann Bonn – seit 2012 Sitz des UN-Sekretariats des Internationalen wissenschaftlichen Beratungsgremium zur biologischen Vielfalt, Ausrichter der Vertragsstaatenkonferenz des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt im Jahr 2008 und Mitglied u.a. des Programms Local Action for Biodiversity – den selbst gesteckten Zielen wirklich gerecht werden. „Wir freuen uns über den Rückenwind aus Politik und Verwaltung für ein gesamtstädtisches Biodiversitätsmanagement“, so Poppe. „Denn konkrete Schutzmaßnahmen für bedrohte Arten wie beispielsweise die Gelbbauchunke sind erst wirklich erfolgreich, wenn der Schutz der städtischen Artenvielfalt in ein Gesamtkonzept eingefügt ist und nicht an den engen Grenzen einzelner Schutzgebiete Halt macht.“Hintergründe zum Thema Kommunale Biodiversität bietet der Wettbewerb „Bundeshauptstadt der Biodiversität“ der Deutschen Umwelthilfe (www.duh.de), bei dem die Bundesstadt Bonn bislang nicht erfolgreich punkten konnte. Das grundlegende Aktionsprogramm Biodiversität der Stadt Bonn ist unterOpens external link in new window hier nachzulesen.

 

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