Auch 2009: Stadt Bonn profitierte vom LVR

Jetzt ist es amtlich. Aus den aktuell veröffentlichten Zahlen ist ersichtlich, dass die Stadt Bonn nicht unerheblich von den Leistungen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) profitierte.Rolf Beu (GRÜNE), Vertreter der Stadt Bonn in der Landschaftsversammlung Rheinland, dem Parlament des LVR: „Die Erträge des Landschaftsverbandes Rheinland aus Haushaltsmitteln sowie aus Mitteln außerhalb des Haushalts für Jugendhilfe und Soziales betrugen 2009 insgesamt 3.763,1 Millionen Euro. Zum diesem Aufkommen des LVR zahlte die Stadt Bonn mit der verpflichtenden Landschaftsumlage 64,9 Millionen Euro.Dagegen flossen als Aufwendungen vom LVR in die Stadt Bonn 102,2 Millionen Euro. Größter Posten war dabei die 66,2 Mio. Euro, die der LVR als überörtlicher Sozialhilfeträger für Bonner Leistungsempfänger aufbrachte; davon 30,9 Mio. Euro an Leistungen zum stationären Wohnen für 943 Menschen mit Behinderungen, pflegebedürftigen Menschen und Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten und 12,2 Mio. Euro als Leistungen zur Beschäftigung in 833 Fällen.Zweitgrößter Posten des LVR an Bonn war mit 29,0 Mio. Euro die Kinder- und Jugendhilfe; davon allein 23,9 Mio. Euro an Betriebs- und Personalkostenzuschüsse.

 

Aber nicht nur finanziell ist die Stadt Bonn auf der Gewinnerseite. Auch sind in Bonn überproportional viele Menschen beim LVR beschäftigt. 2009 waren weit über 1.500 Personen beim LVR in Bonn beschäftigt: 1.323 bei der LVR-Klinik Bonn, 91 bei der LVR-Förderschule, 90 beim Rheinischen LandesMuseum, 62 beim LVR-Amt für Bodendenkmalpflege, 29 beim LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte und weitere beim LVR-Heilpädagogischem Heim Ledenhof des HPH-Netzes Mittelrhein-Ost. Damit gehört der LVR zu den größten Arbeitgebern in Bonn. Auch wenn 2011 die Landschaftsumlage – die die Stadt Bonn an den LVR zahlen muss – vermutlich wieder steigen wird, was durch den immer größer werden Kreis der sozialleistungsberechtigten Personen mit Behinderungen in Folge des demographischen Wandels unvermeidlich ist, so kann davon ausgegangen werden, dass die Stadt Bonn auch weiterhin zu den Hauptnutznießern des LVR gehören wird.“   

 

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