Auch 2016 müssen alle aktuellen Nahverkehrszüge auch weiterhin am Bahnhof Mehlem halten

Nach den Berichten des Nahverkehrs Rheinland in dessen Gremien am vergangenen Freitag sah sich die Bad Godesberger Bezirksfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN veranlasst, einen Opens external link in new windowDringlichkeitsantrag für die Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg am 10.06.2015 einzureichen:

 

 

Hierzu teilt der Bezirksfraktionssprecher, Andreas Falkowski, mit: „Wie die Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) berichtet hat, besteht die Gefahr, dass bei der Aufstellung für den Fahrplan 2016 einige Halte der Mittelrheinbahn MRB26 zu bestimmten Tageszeiten wegfallen könnten. Aufgrund von Trassen-Anmeldungen von neuen Fernverkehrsanbietern bei der DB Netz AG kommt es hier, laut dem NVR-Bericht, zukünftig zu zusätzlichen Fernverkehrsüberholungen in Brühl und im Bahnhof Bad Godesberg. Diese Überholungen haben laut NVR im sehr dichten Trassenbelegungsplan der DB Netz AG die Konsequenz, dass die Mittelrheinbahn MRB26 zu einigen Tageszeiten bestimmte Haltepunkte nicht anfahren werden kann.

 

Es ist aus unserer Sicht zu befürchten, dass von diesen Haltausfällen der Bahnhof Bonn-Mehlem betroffen sein wird.

 

Um eine solche mögliche Entscheidung des Nahverkehrs Rheinland und der Eisenbahnverkehrsunternehmen noch kurzfristig für den Fahrplan 2016 und für zukünftige Fahrpläne zu verhindern bzw. für den Bahnhof Bonn-Mehlem noch positiv zu beeinflussen, wollen wir die Stadtverwaltung und die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Bonn in den NVR Gremien bitten, sich für die Beibehaltung aller aktuellen Nahverkehrshalte am Bahnhof Bonn-Mehlem einzusetzen.

 

Es ist sicherlich für die Stadt Bonn erfreulich, dass zukünftig weitere Eisenbahnverkehrsunternehmen unsere Stadt anfahren wollen. Unter anderem liegt der DB Netz AG laut dem NVR-Bericht ein Antrag des Unternehmens HKX für eine linksrheinische Verbindung zwischen Köln, Bonn und Koblenz vor. Und auch das Unternehmen Locomore will laut diesem NVR-Bericht auf der linksrheinischen Strecke zukünftig Schienenpersonenfernverkehr anbieten.

 

 

 

Doch erhoffe ich mir vom Nahverkehr Rheinland und von den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen, eine Lösung dieses Trassen-Konflikts, bei der nicht ausgerechnet der Bahnhof Bonn-Mehlem negativ betroffen ist. Denn der Bahnhof Bonn-Mehlem wird tag täglich von vielen tausenden Fahrgästen genutzt und diese sollten nicht durch zusätzliche Fernverkehrsangebote bei der Nutzung des Nahverkehrs behindert und eingeschränkt werden.

 

 

 

Der Bahnhof Bonn-Mehlem wird im Schnitt täglich von rund 3.900 Fahrgästen genutzt. Dies entspricht über 115.000 NutzerInnen pro Monat. Er wird von der DB AG in Kategorie 4 geführt. Der Kategorie 4 werden etwa 600 Bahnhöfe deutschlandweit zugeordnet, die als „hoch frequentierter Nahverkehrssystemhalt/Nahverkehrsknoten“ bezeichneten Stationen richten sich vor allem oft an PendlerInnen.“

 

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