Ausbau der RegionalBahn-Strecke 23 Bonn – Euskirchen: Landesregierung läßt Einsatz vermissen

 Vertreter der Deutschen Bahn AG erklärten vor einigen Wochen, dass die Fertigstellung der Ausbauabschnitte jetzt erst „weit im nächsten Jahrzehnt“ erfolgen werde. Diese Aussagen führten u. a. zu einer einstimmigen Resolution aller im Regionalrat Köln vertretenen Fraktionen, in dem diese die schnellstmögliche Fertigstellung anmahnen. Horst Becker, MdL (Lohmar/Rhein-Sieg-Kreis), verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion, wurde initiativ und fragte die nordrhein-westfälische Landesregierung nach dem dort vorhandenen Sachstand bezüglich der Verzögerung, den neuen Zeitplan und was die Landesregierung gedenkt zu unternehmen, um eine beschleunigte Realisierung zu erreichen. Die Antwort von Verkehrsminister Oliver Wittke liegt nun vor.Der Wortlaut der Anfrage und der Antwort liegt in der Anlage als pdf-Dokument bei. Höchst unzufrieden mit der Wittke-Antwort ist u. a. Rolf Beu, der Vorsitzende des Bonner Planungs- und Verkehrsausschusses: „Die Landesregierung bestätigt zwar das die RegionalBahn-Strecke 23 einen der höchsten Kosten-Nutzen-Werte in der Integrierten Gesamtverkehrsplanung des Landes Nordrhein-Westfalen hat. Dubios ist aber die Antwort, dass beim Ausbau bisher keine Verzögerungen eingetreten seien. In Anbetracht der Faktenlage kann man diese Antwort mit viel gutem Willen höchstens als formal-juristisch korrekt bezeichnen. Sie entlarvt aber das mangelnde Engagment von Verkehrsminister Oliver Wittke, was den Ausbau der Bahnstrecken in Nordrhein-Westfalen betrifft. Vielleicht befürchtet er, dass beim absehbaren Scheitern der Bahn-Privatisierung das Land mehr zur Kasse gebeten wird, um die Infrastruktur zu verbessern. Dabei dürfte es auch ihm bekannt sein, dass eine angemessene Schienen-Infrastruktur für Nordrhein-Westfalen unverzichtbar ist.“

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld