Ausbau Nahverkehr: SPD macht in Opposition gegen sich selbst

?Die SPD macht mit dieser Ankündigung in Opposition gegen sich selbst?, sagte der Planungsausschussvorsitzende Rolf Beu. ?Schließlich hat sie als Bestandteil der Großen Koalition für den faktischen Abbau des Umweltverbundes gesorgt und jede Initiative für einen Ausbau kategorisch abgewürgt.?

 

Insbesondere der Fahrradverkehr sei unter der restriktiven Haltung der Oberbürgermeisterin ?faktisch unter die Räder gekommen?.?Die Entwicklung des Radwegenetzes ist in Bonn in den letzten Jahren ein absolutes Trauerspiel?, sagte Beu. ?Die Verwaltung hat jede kommunale Initiative dazu ausgebremst und nicht einmal die mühsam von den GRÜNEN in den Haushaltsberatungen durchgesetzten Maßnahmen umgesetzt.?

 

Das Ergebnis, so die GRÜNEN, sei ein Anteil der Radler am Verkehrsgeschehen von nur 15 %.?Dass es anders geht, zeigt die Stadt Münster?, sagte Beu. ?Mit einem Anteil von über 35 Prozent am Verkehrsaufkommen ist der Radverkehr dort in den vergangenen Jahren nochmals gewachsen, im Gegensatz zum Anteil der Autos, der seit über 25 Jahren nicht gestiegen ist. Münster gehört zu den Städten mit dem niedrigsten Kfz-Anteil ? Fahrradhauptstadt eben. Davon sind wir in Bonn eben meilenweit entfernt ? und daran trägt die SPD ein gerütteltes Maß an Verantwortung.?

 

Die GRÜNEN kündigten eine Ratsinitiative zum Ausbau des Radverkehrs an, der mit außerplanmäßigen Haushaltsmitteln zu finanzieren sei.

 

?Das ist klimapolitisch überfällig und finanzpolitisch nachhaltig?, unterstrich Beu. ?Wir sind schon auf die SPD gespannt. Wenn es nach Parteischef Harder geht bleibt das Motto vermutlich wie gehabt: Links blinken und recht abbiegen.?

 

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