Bad Godesberg ohne Hallenbad?

Der Bad Godesberger Ortsverband von Bündnis 90/DIE GRÜNEN hatte schon frühzeitig mit einer Podiumsdiskussion zusammen mit den Bad Godesberger Schwimmvereinen und der Stadtverwaltung über die bevorstehende BürgerInnenbeteiligung und eine mögliche Schließung des Kurfürstenbads diskutiert.Corinna Dahmen (Sprecherin Ortsverband Bad Godesberg, Bündnis 90/DIE GRÜNEN): „Das Kurfürstenbad hat viele Vorteile, die wir immer wieder in Gesprächen versucht haben heraus zu stellen. Es ist das einzige Hallenbad in unserem Stadtbezirk. Es wird zu fast 30% von den Schwimmvereinen und zu 25% von Schulen genutzt. Es ist barrierefreie nutzbar und es ist das einzige Bonner Bad mit einer Sauna-Landschaft. Hinzu kommt, dass man dort das Wasser aus der Kurfürstenquelle kostenlos genießen kann. Ich selbst nutze das Bad regelmäßig als Mitglied des Internationalen Schwimmvereins Bad Godesberg (ISV). Natürlich ist das Bad sanierungsbedürftig und hat an Attraktivität daher sehr verloren, aber unsere Hoffnung war, dass es im Rahmen des Bäderkonzepts und der BürgerInnenbeteiligung aufgrund seiner grundsätzlichen Vorteile besser abschneidet und dann in den nächsten Jahren saniert und verbessert wird.“Corinna Dahmen und Andreas Falkowski (Sprecher Ortsverband Bad Godesberg, Bündnis 90/DIE GRÜNEN): „Das nun veröffentlichte Ergebnis der BürgerInnenbeteiligung war für uns ein großer Schock. Denn die Schließung des Kurfürstenbads, auch wenn sie erst in ein paar Jahren nach der Sanierung der verbleibenden Bäder eintritt, ist aus unserer Sicht eine Katastrophe für Bad Godesberg. Nicht nur, dass unserem Stadtbezirk mit den gesunden Kurquellen zukünftig kein Hallenbad mehr zur Verfügung steht, sondern vor allem auch die weiten Entfernungen für die Schwimmvereine und für die Kinder beim Schulschwimmen bis zu den nächsten Hallenbädern, dem Hardtbergbad und dem Frankenbad, sind eine katastrophale Entwicklung. Doch genauso wie wir es von den anderen Stadtbezirken bei einem anderen Abstimmungsergebnis erwartet hätten, müssen auch wir diesen Willen der Bürgerinnen und Bürger akzeptieren und respektieren.“Andreas Falkowski (Sprecher Ortsverband Bad Godesberg, Bündnis 90/DIE GRÜNEN): „Scheinbar ist es allen Beteiligten, wie der Politik, der Stadtverwaltung, den Schulen und den Schwimmvereinen, trotz aller Bemühungen nicht gelungen stadtweit den Bürgerinnen und Bürgern, die Wichtigkeit des Kurfürstenbads für Bad Godesberg und die Vorteile einer Sanierung dieses Hallenbads heraus zu stellen.

 

Ich persönlich habe noch eine allerletzte Hoffnung für Bad Godesberg, dass vielleicht doch noch der ominöse Investor aus der Gesundheitsbranche, der vor einigen Jahren angeblich bei der Stadtverwaltung Interesse für das Kurfürstenbad und Teile der Gebäude der Kurfürstlichen Zeile signalisiert hat, auftaucht und das Hallenbad für seine Reha-Zwecke kauft, saniert und nutzt. Denn so würde das Bad zumindest Bad Godesberg erhalten bleiben. Und vielleicht würde so zumindest teilweise auch den Schwimmvereinen, Schulen oder Bürgerinnen und Bürgern eine zukünftige Nutzung des Kurfürstenbads möglich sein.Doch vorerst müssen wir diese Entscheidung akzeptieren und in Gesprächen mit den Vereinen, den Schulen und der Stadtverwaltung Ausweichmöglichkeiten für die Zeit ohne Hallenbad in Bad Godesberg im restlichen Bonn suchen.Immerhin wird es mit dieser Entscheidung nun keinen Bäder-Soli geben, so dass die verbleibenden Hallenbäder deutlich aufgewertet werden, der Eintrittspreis aber konstant bleiben wird.“

 

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