Bahnhof Bonn-Mehlem muss leider weiter warten

Landesverkehrsausschuss hat heute die Sanierung von 6 zusätzlichen Bahnhöfen als Nachrücker der Modernisierungsoffensive 2 (MOF2) beschlossen

 

Bahnhof Bonn-Mehlem muss leider weiter warten

 

Zur heutigen Entscheidung des Landesverkehrsausschusses über die Aufnahme von 6 Bahnhöfen als Nachrücker in die Modernisierungsoffensive 2 (MOF2) teilen der bahnpolitische Sprecher der NRW-Landtagsfraktion, Rolf Beu, (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) und der Sprecher der Bad Godesberger GRÜNEN, Andreas Falkowski, mit:

 

„Die Modernisierungsoffensive 2 (MOF2) wurde im Jahr 2013 durch den Austausch von Maßnahmen von ursprünglich 108 auf 111 Maßnahmen erweitert. Mittlerweile wurde rund die Hälfte dieser Maßnahmen fertig umgesetzt und die Sanierung der restlichen Bahnhöfe aus dieser Liste befindet sich entweder bereits in Bau oder steht kurz vor Baubeginn. Mit der Sanierung des Bahnhofs Bad Godesberg, die Ende 2014 beginnen soll, profitiert auch Bonn bereits von dieser Modernisierungsoffensive.

 

Die DB Station&Service AG hat im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass im Vergleich zur ursprünglichen Kostenschätzung wirtschaftliche Einsparungen bei der Umsetzung der bisherigen Projekte erzielt werden konnten. Für weitere Projekte zur MOF2 steht daher ein freies Budget in Höhe von rund 20 Mio. € zur Verfügung. Von den drei SPNV-Aufgabenträgen in NRW sowie der DB Station&Service AG ist daraufhin eine Vielzahl von Maßnahmenmeldungen für mögliche Modernisierungsmaßnahmen erfolgt, die das zur Verfügung stehende Budget bei weitem überschritten hätten.

 

Um die möglichen Nachrückerprojekte bedarfsgerecht bewerten zu können, haben sich die Beteiligten unter Einbeziehung des Landesverkehrsministeriums einvernehmlich darauf verständigt, eine Bewertungsmatrix zu entwickeln. Ziel dieser Matrix ist es, mit den begrenzt zur Verfügung stehenden Mitteln die größtmöglichen Bedarfe in NRW zu bedienen.

 

Als Ergebnis liegt nun die anliegende Nachrückerliste mit insgesamt 92 Maßnahmen und einem Gesamtwertumfang (GWU) von über 300 Mio. € vor, bei der die Maßnahmen anhand ihres tatsächlichen Modernisierungsbedarfs auf Basis der zuvor genannten Kriterien priorisiert wurden. Die Bewertung erfolgte durch die DB Station&Service AG und konnte von den SPNV-Aufgabenträgern geprüft und bestätigt werden.“

 

Hierzu ergänzt Rolf Beu: „Anhand dieser Liste haben wir in der heutigen Sitzung des Verkehrsausschuss im Landtag NRW das Einvernehmen mit der Aufnahme der ersten 6 Bahnhöfe als Nachrücker in die MOF2 hergestellt. Trotz aller Bemühungen und trotz seines äußerst schlechten und nicht barrierefreien Zustands konnte der Bahnhof Bonn-Mehlem leider keine bessere Bewertung erzielen.“

 

Dazu teilt Andreas Falkowski mit: „Wir haben auf verschiedenste Art versucht, auf die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Sanierung und vor allem des barrierefreien Ausbaus des Bahnhofs Bonn-Mehlem aufmerksam zu machen. Leider gibt es in NRW, wie diese Bewertung anhand von Fakten und knallharten Kriterien zeigt, noch deutlich dringendere Bahnhöfe in NRW, die eine Sanierung sogar noch notwendiger haben.

 

Aber nun den Kopf in den Sand zu stecken, wäre die absolut falsche Reaktion. Stattdessen werden wir alle Anstrengungen dahin führen, dass der Bahnhof Bonn-Mehlem in ein neu aufzulegendes Investitionsprogramm zur Fortführung des barrierefreien Bahnhofsumbaus aufgenommen wird. Ob dies dann MOF3 heißt oder von der Bundesregierung in irgendeiner Form aufgelegt wird, ist uns und den Fahrgästen egal, denn Hauptsache ist doch, dass der Mittelbahnsteig in Bonn-Mehlem umgebaut wird. Der Beschluss, dass die Stadtverwaltung dieses Ziel ebenfalls verfolgen soll, hat ja weiterhin bestand.“

 

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