Bedingungen für Gesamtschulgenehmigung sind nicht akzeptabel

Sie forderten die Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann auf, unmittelbar bei der Bezirksregierung zu intervenieren und notfalls den Klageweg zu beschreiten.

 

„Die Genehmigung ist in der Form, in der sie jetzt vorliegt, ein vergiftetes Geschenk an die Bonner Familien, die ihre Kinder auf eine Gesamtschule schicken wollen“, sagte Fraktionssprecherin Doro Paß-Weingartz. „Die Bezirksregierung versucht  mit ihren Auflagen, die Schaffung dieser weiteren Gesamtschule zu verhindern und setzt somit ihre ideologische Politik fort, die seit Jahren den Elternwillen ignoriert.“

 

So sei die so genannte Leistungsheterogenität, nach der jeweils  ein Drittel der angemeldeten Kinder eine Empfehlung für das Gymnasium, die Realschule und die Hauptschule haben müssen, nicht akzeptabel und mit der Realität der Gründung einer Schule absolut inkompatibel. Dies habe die Realität aller bisherigen Gesamtschulen in Bonn deutlich unter Beweis gestellt.

 

Paß-Weingartz: „Damit nicht genug. Jetzt verlangt das Land in seinem Genehmigungsschreiben zusätzlich, dass auch im Verlauf der nächsten 4 Jahre diese unsinnige Leistungsheterogenität festgeschrieben werden soll, ansonsten droht das Land mit Maßnahmen gegen den Errichtungsbeschluss.Wir fordern die Oberbürgermeisterin auf, sofort bei der Bezirksregierung zu intervenieren und umgehend gegen diese Auflage zu klagen, zumal die vom Land geforderte Leistungsheterogenität noch nicht einmal im Schulgesetz steht. “

 

Zwei weitere Auflagen machen  nach Auffassung von Frau Paß-Weingartz das eigentliche Ziel dieses ´Genehmigungsverfahrens` deutlich: „ Die Verweigerung des verlängerten Anmeldeverfahrens macht es für Eltern in der Praxis nahezu unmöglich, nach einer Ablehnung an den drei bestehenden Gesamtschulen noch einen Platz an der 4. Gesamtschule zu erlangen.“

 

´Ein schlechter Witz auf Kosten von SchülerInnen und Eltern` sei schließlich die Ablehnung des Ganztags. „Es ist schon schizophren, dass ein Land, das den Ganztag an allen anderen Schulformen einführen will, ausgerechnet einer Gesamtschule den Ganztag verweigert“, so Frau Paß-Weingartz.

 

Nach Auffassung der GRÜNEN muss Dieckmann und die SPD jetzt Farbe bekennen, ob sie die 4.Gesamtschule wirklich wollen.

 

„Wenn die Bezirksregierung auf ihren Genehmigungsbedingungen besteht, muss die Stadt klagen, wenn OB und SPD das mittragen, steht die Mehrheit im Rat dafür.“

 

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