Beu: DB in der Pflicht, um Vertrag für Voreifelbahn (RB 23) und Ahrtalbahn (RB 30) zu erfüllen

Zu den aktuellen Problemen und Kapazitätsengpässen im Kölner Dieselnetz, also unter anderem bei der Voreifelbahn (RB 23) zwischen Bonn und Euskirchen und letztendlich auch bei der Ahrtalbahn (RB 30) zwischen Bonn und Ahrbrück, stellt der verkehrspolitische Sprecher der Bonner GRÜNEN, Rolf Beu, fest: „Ich erwarte, dass die Zulassungsprobleme der neuen LINT-Triebzüge und die anstehenden Revisionen und technischen Probleme an den Altfahrzeugen, den immer noch in Betrieb befindlichen TALENTEN der Baureihe VT 644,  nicht zur Reduzierung der Platzangebote (Einzel- statt Doppeltraktion) oder gar zu kompletten Zugausfällen führen dürfen. Die Deutsche Bahn AG hat ihre vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen und der Nahverkehr Rheinland (NVR) hat deren Einhaltung, im Interesse der Menschen in der Region Bonn/Rhein-Sieg sicherzustellen.Zum einen ist es höchst bedenklich, dass die ursprünglich vertraglich für die Inbetriebnahme im Dezember 2013 zugesagten neuen Triebzüge der Baureihe LINT, die nach Verzögerungen bei der Produktion und im Rahmen der Zulassung durch das Eisenbahnbundesamt dann im ersten Halbjahr 2014 sukzessive eingesetzt werden sollten, nun von der DB AG erst für das 2. Halbjahr anvisiert sind.Hinzu kommt, dass der mittlerweile international operierende Konzern, Deutsche Bahn AG, sich nicht verpflichtet sieht oder scheinbar nicht in der Lage ist, die Fahrzeugflotte der bisherigen TALENT-Triebzüge, bei der die Züge nun aktuell zu Wartungsarbeiten und Revisionen in die Werkstätten müssen, durch zusätzliche Züge aus der deutschlandweiten Reserve des Unternehmens zu ergänzen, um keine Zugausfälle oder Kapazitätsengpässe zu riskieren.“  Hintergrundinformation: Die angespannte Situation im Kölner Dieselnetz ist auch dem NVR nicht unbekannt und der NVR ist bereits auf die DB Regio zugegangen, um das Unternehmen aufzufordern, die Missstände zu beseitigen. Diesbezüglich sei angemerkt, dass jeder Ausfall und jede mangelhafte Leistungserbringung gemeldet und pönalisiert wird. Des Weiteren werden die Problemlagen im nächsten Lenkungskreis thematisiert. Nach den Erkenntnissen vom NVR ergeben sich folgende kurze Sachstände: Neufahrzeuge:Nach derzeitigem Stand sind gute Fortschritte bei der Inbetriebnahme der LINT-Neufahrzeuge zu verzeichnen, so dass der NVR davon ausgeht, dass die Fahrzeuge relativ schnell in den normalen Betrieb eingeschert werden und damit die Betriebsqualität wieder erhöht wird. Bestandsfahrzeuge:Die Bestandsfahrzeuge wurden durch Fahrzeuge aus anderen Regionen aufgestockt, um damit anstehende Revisionen auszugleichen. Alleinig bei den im Einsatz befindlichen VT 644 ist ein vollständiger Ersatz – aufgrund der notwendigen Beschleunigungsfähigkeit – nicht möglich. Dementsprechend ist wegen des weiterhin notwendigen Einsatzes und der hohen Laufleistung im Netz nun bei den ersten Zügen dieser Serie ebenfalls eine Revisionen notwendig. Diese wurde von DB Region beauftragt und wird kurzfristig im Werk in Kassel durchgeführt. Hierdurch entsteht jedoch eine Schwächung der Fahrzeugreserve. Deshalb werden in der Werkstatt Köln-Deutz zusätzliche Schichten und Überstunden gefahren, um ausfallende Züge schnellstmöglich wieder bereit stellen zu können, um eine weitere Schwächung der Fahrzeugflotte zu verhindern. Trotz dieser Gegenmaßnahmen verzeichnet der NVR ausfallende und geschwächte Fahrten.

 

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