Beu: „Ergebnis RB 48-Ausschreibung bringt Verbesserungen für Bonn und die Region“

Zu den Ausschreibungsergebnissen für die RB 48 (Regionalbahn Wuppertal – Köln – Bonn) äußert sich der Bonner Landtagsabgeordnete Rolf Beu, Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion für ÖPNV und Bahnpolitik:

 

„Die letzten Ausschreibungsergebnisse im NRW-Bahnbereich waren eher ernüchternd, da so gut wie kein Wettbewerb mehr stattfand. Deshalb hat sich mit inhaltlicher Unterstützung des Landes der größte Aufgabenträger in Nordrhein-Westfalen – der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) – entschieden, optional die Fahrzeugbeschaffung und –finanzierung für mögliche Betreiber federführend selbst zu übernehmen.

 

Das erste positive Resultat liegt jetzt vor: Eine private Bietergemeinschaft aus national express Rail GmbH und IntEgro Verkehr GmbH gab unter Inanspruchnahme dieser Option für die von den drei nordrhein-westfälischen Aufgabenträgern VRR, NWL und NVR parallel ausgeschriebenen Linien RE 7 (Rhein-Münsterland-Express Rheine – Krefeld) und RB 48 (Rhein-Wupper-Bahn Wuppertal – Bonn) das jeweils günstigste Angebot ab. Die national express Rail GmbH ist eine Tochter des in Birmingham beheimateten Verkehrsunternehmens National Express, welches Transportdienstleistungen mit Fernbussen sowie Bahnen in Großbritannien, den USA, Kanada, Australien, Spanien, Portugal und Marokko anbietet. Die IntEgro Verkehr GmbH ist ein sächsisches Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz in Reichenbach im Vogtland, das Leistungen sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr anbietet.Das jetzt von den Aufgabenträgern beschlossene und beauftragte Angebot erfüllte die mit der Ausschreibung verfolgte Zielsetzung, ein wirtschaftlich tragfähiges Ergebnis zu erzielen und dabei die Übernahme wesentlicher Risiken für die Zweckverbände zu vermeiden sowie Verbesserungen im Leistungsangebot zu erzielen vollständig.Trotz im Vergleich zum Status quo geringeren Kosten werden zukünftig auf der RegionalBahn 48 zwischen Köln und Bonn in der Hauptverkehrszeit zwei statt einem Zug pro Stunde und Richtung verkehren (was zusammen mit den ansonsten dort noch verkehrenden RE Rhein-Express und RB Mittelrheinbahn eine Leistungs-Erhöhung um 25 % vier statt bisher drei Zügen pro Stunde und Richtung bedeutet). Ausserdem ist angedacht, die Züge auch abends noch später fahren zu lassen, was in den späteren Abendstunden sogar eine Angebotsverdoppelung von einem auf zwei Regionalzügen auf der linken Rheinstrecke zwischen Köln – Bonn bedeuten würde.Dies bedeutet ein zusätzliches jährliches Zugkilometervolumen von bsplsw. mindestens 130.000 Zugkilometern im Bereich des NVR (Nahverkehr Rheinland). Das Volumen ist in dem beauftragten Preis bereits enthalten. Durch höhere fahrdynamische Leistungen der geforderten neuen Züge kann zudem an den Stationen Hürth-Kalscheuren und Bonn UN-Campus (nach dessen Fertigstellung) die RB 48 erstmalig halten.In den Abend- und Nachtstunden werden auftragsgemäß alle Fahrten durch Zugbegleiter personell besetzt sein, um die Sicherheit der Fahrgäste wunschgemäß weiter zu erhöhen.Dieses sowohl für die Fahrgäste, als auch betriebswirtschaftlich positive Ergebnis geht nicht zuletzt auf das Bemühen des Landes NRW zurück, dass das neue Modell der Fahrzeugbeschaffung und –finanzierung durch die Zweckverbände als Aufgabenträger inhaltlich unterstützt hat. Hauptgewinner sind die Bahnnutzer aus Bonn, dem Rhein-Sieg- (Bornheim) und dem Rhein-Erft-Kreis (Brühl, Hürth).“

 

Weitere Info:  Rolf Beu,  Tel. 0170 47 34 593

 

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