Beueler CDU/SPD-Koalition stimmt gegen RadfahrerInnen

Einen Prüfauftrag an die Verwaltung, während der Bauarbeiten auf der Kennedybrücke die Situation für FußgängerInnen und RadfahrerInnen zu entspannen, lehnten CDU und SPD in der Beueler Bezirksvertretung vorgestern abend ab. Dazu erklärt der Grüne Bezirksverordnete Werner Rambow:

 

?Wie wenig ?nah bei den Menschen? die Beueler CDU/SPD-Koalition ist, wurde in dieser zum Teil sehr irrational geführten Debatte gegen Ende einer langen Sitzung deutlich. Aufgabe der Politik ist aus grüner Sicht, für ein gedeihliches Miteinander aller VerkehrsteilnehmerInnen zu sorgen, wobei die Schwächeren in der Regel einen besseren Schutz benötigen. Die Sperrung der Brückenpassage für eines der klimafreundlichsten Verkehrsmittel gehört aus grüner Sicht nicht dazu. Das sahen einige Bezirksverordnete von CDU und SPD, die die Welt immer noch aus der Windschutzscheibenperspektive betrachten und ausgerechnet die RadfahrerInnen für den Autostau verantwortlich machen wollten, leider ganz anders.

 

Die Grünen setzen nun ihre Hoffnung auf die offensichtlich stärker vernunftgeleitete Verkehrsverwaltung, die zugesagt hat, gemeinsam mit dem Betreiber des Brückenforums nach einer besseren Lösung auf der Beueler Seite der Kennedybrücke zu suchen. Denn auch wenn CDU und SPD einen Grünen-Antrag ablehnen, ist die verkehrspolitische Vernunft damit in Beuel noch nicht verboten.?

 

Update (27.8.): Am Beueler Ende der Brücke neben dem Brückenforum arbeitet bereits ein Bagger.

 

Update (1.9.): Der ehemalige Grünstreifen auf der Beueler Seite der Kennedybrücke wurde asphaltiert, die „Fahrrad verboten“-Schilder heute morgen abgehängt – eine ein paar Dutzend cm breite Entspannung, der Autoverkehr hat seine drei Spuren behalten. Am 2.9. soll ein Ortstermin der Stadtverwaltung und der Polizei stattfinden.

 

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