Bibliotheksschließungen sind derzeit nicht ausdiskutiert

Die Grüne Fraktion in Beuel stimmte in der Bezirksvertretungssitzung am 03.12.14 gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung. Nach Vorstellung dieser soll die Stadtteilbibliothek im Brückenforum, als einer der beiden Bibliotheksstandorte in Beuel, geschlossen werden. Den Beschluss zur Schließung der vorgeschlagenen Stadtteilbibliotheken empfinden die Beueler Grünen zum jetzigen Zeitpunkt als verfrüht, da die Fertigstellung des Hauses der Bildung am Bottlerplatz noch auf sich warten lässt.  Die Zeit sollte genutzt werden, um über Möglichkeiten zu diskutieren, Angebote besonders der ehrenamtlich aktiven Fördervereine weiterhin zu ermöglichen und nach Alternativen dazu Ausschau zu halten. Zudem halten die Beueler Grünen das Thema von Bibliotheksschließungen für nicht ausdiskutiert. Zahlreiche Vorschläge, wie Stadtteilbibliotheken erhalten bleiben können, indem die Öffnungszeiten verändert und Mieteinnahmen durch externe Nutzer erbracht werden können, wurden bisher noch nicht ansatzweise besprochen. So könnte zum Beispiel die Möglichkeit diskutiert werden, externe gewerbliche Nachhilfeanbieter in den Räumlichkeiten z.B. der Stadtteilbibliothek Beuel-Ost gegen Mietzahlung unterrichten zu lassen. Dies wäre nur ein Beispiel, wie zusätzliche Einnahmen für die Stadtteilbibliotheken generiert werden könnten. Die Grüne Fraktion verurteilt aufs Schärfste, dass die Beueler Koalition aus CDU, SPD und FDP mit ihrem Änderungsantrag augenscheinlich eine Abstimmung nach Kirchturmdenken verfolgt und bei der Schließungsdebatte eine gegen die andere Stadtteilbücherei ausspielte. Warum sollte die Stadtteilbibliothek Beuel- Ost weniger erhaltenswert sein als die Stadtteilbibliothek im Brückenforum? Immerhin ist sie wichtig für die SchülerInnen der Integrierten Gesamtschule, die Bewohner des benachbarten Therapiezentrums und die Bewohner der umliegenden Stadtteile wie z.B. Vilich Müldorf.  Zur Argumentation, dass die Stadtteile ebenso gut mit den kirchlichen Büchereien der einzelnen Pfarrbezirke versorgt werden können, möchten wir die im Konzept der Stadtverwaltung aufgelisteten Argumente aufführen:Stadtteilbibliotheken bieten Barrierefreiheit, interkulturelle Arbeit und Bringdienste für Mobilitätseingeschränkte. Sie stehen für Qualitäts- und Neutralitätsgarantie und besitzen Fachkompetenz bei ihren Beschäftigten. Ausdrücklich begrüßen die Grünen das Engagement und die Arbeit, die auch in den kirchlichen Einrichtungen geleistet wird. In einer tabellarischen Gegenüberstellung in Einstufungen der Kategorien A bis C listet die Fachverwaltung auf, welche Verschlechterungen, u.a. den Wegfall der Unterstützung für Schulen, sich bei Kategorie C , dem Rückbau laut Ratsbeschluss und mittelfristiger Finanzplanung, auftun. Unbestritten müssen wir große Einsparungen tätigen, aber wir appellieren an alle Beteiligten, sich kreativ um Lösungsvorschläge zu bemühen, die eine komplette Schließung von Beueler Stadtteilbibliotheken verhindern können und denkbare Alternativen aufzeigen. Die Grüne Fraktion in der Bezirksvertretung Beuel stimmte gegen die Beschlussvorlage http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/htm/14/1412893.htmsowie gegen den Änderungsantrag der Beueler Koalition zur zukünftigen Bibliotheksstruktur:http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/htm/14/1412893AA9.htmAus dem Kulturausschuss gibt es einen Änderungsantrag der Jamaika-Koalition auf Ratsebene:http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/htm/14/1412893AA5.htm

 

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