Bilanz und Perspektiven der internationalen Arbeit Bonns

Zu Bilanz und Perspektiven der internationalen Arbeit der Stadt Bonn erklärt die Fachsprecherin der Grünen im Rat für Internationales und Lokale Agenda, Gabi Albert-Trappe:

 

„In den letzten fünf Jahren haben die Grünen vieles auf den Weg gebracht:1.        Unser Antrag für ein faires Beschaffungswesen, das sich an den Richtlinien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) orientiert, wurde einstimmig beschlossen. Jetzt geht es darum, ihn konsequent in Verwaltungshandeln umzusetzen.2.        Eine Partnerschaft mit einer afrikanischen Stadt, Cape Coast in Ghana, das jüngst von Präsident Obama besucht wurde, wurde be­gründet.3.        Unser Protest gegen die diskriminierenden Studiengebühren für Studierende von ausserhalb der EU war erfolgreich.4.        Der Beschluss für eine internationale Kita im UN-Viertel wurde nach vielen Jahren Kampf endlich gefasst; die Umsetzung steht allerdings noch aus.5.        Der Rat hat in Sachen Menschenrechte am Beispiel Tibet im wörtli­chen Sinne „Flagge gezeigt“.6.        Internationalität ist ein Schwerpunkt der „Dachmarke“ Bonns bei sei­nem Stadtmarketing.Viel bleibt zu tun:1.   Das Internationale Kongreßzentrum muss auf sichere Füße gestellt werden. Dazu müssen seitens der Oberbürgermeisterin alle Fakten auf den Tisch gelegt werden.

 

2. Die Stärkung des Internationalen Bonn von unten. Partnerschaftsver­eine, kleine Organisationen und Gruppen im Bereich der Entwick­lungszusammenarbeit, MigrantInnenorganisationen brauchen mehr unbürokratische materielle und infrastrukturelle Hilfestellungen durch die Verwaltung – sie sind exzellente BotschafterInnen der Stadt nach aussen.

 

3. Das Konzept Internationale Zusammenarbeit und Projektpartnerschaften muß besser personell und finanziell ausgestattet werden.  Bonn könnte das „Davos“ der internationalen Partnerschaften werden, und so seine Qualität als UN-Standort merklich steigern.

 

4. Im Bereich der Fairen Beschaffung brauchen die deutschen Städte Beratung und Service durch die Bundesregierung. Eine entsprechende Servicestelle könnte z.B. in Bonn angesiedelt werden, weil hier bereits durch engagierte Organisationen Kompetenz vorhanden ist.

 

5. Vom neuen OB erwarten wir mehr Interesse und politische Aufwertung des Aus­schusses für Internationales und Lokale Agenda durch mehr öffentliche Transpa­renz seines Handelns und Diskursbereitschaft gegenüber allen Fraktionen.

 

6. Der Ausschuss selbst muss für mehr BürgerInnenbeteiligung geöffnet werden.

 

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