Bonn lehnt Plakatkampagne ´Vermisst` ab – OB entspricht der Bitte der GRÜNEN nach einer Dringlichkeitsentscheidung

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch ist dem Wunsch der Bonner GRÜNEN nachgekommen, die vom Rat in seiner jüngsten Ratssitzung vertagte Resolution gegen die Durchführung der vom Innenminister geplanten Kampagne ´Vermisst`, per Dringlichkeitsantrag zu entscheiden.Damit ist sichergestellt, dass dem Innenministerium die ablehnende Haltung des Bonner Rates vor dem geplanten Beginn am 21.9. 2012 bekannt gemacht  wird. „Uns ist es ausgesprochen wichtig, dass dem Innenministerium unmißverständlich klar gemacht wird, dass der Rat die Kampagne für grundfalsch hält,“ sagte die Stadtverordnete Gisela Mengelberg, Mitglied des Integrationsrates, „die geplante Aktion fördert lediglich Stigmatisierungen gegenüber Muslimen, schürt Ängste und Vorurteile und stellt Muslime unter den Generalverdacht, anfällig für Radikalisierung zu sein. In der Internationalen Stadt Bonn, der Stadt gegen Rassismus, sind Aktionen dieser Art unerwünscht.“ Außerdem wird der Oberbürgermeister aufgefordert die Deutsche Städtereklame GmbH aufzufordern, den Anschlagauftrag zurückzuweisen, das dessen Ausführung für die Stadt ´unzumutbar` sei.Gisela Mengelberg: „Im Anschluss an die Vertagung der Resolution durch den Rat wurde zum Teil versucht, den Eindruck zu erwecken, als sei die Vertagung herbei geführt worden, um einem Konflikt in der Sache aus dem Weg zu gehen. Das ist schlicht Unsinn. Die GRÜNEN waren und sind gegen die Kampagne. Deshalb sind wir froh, dass die Abstimmungspanne über die Dringlichkeitsentscheidung nun geheilt werden konnte.“

 

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