Bonn verliert ein Viertel der ausländischen StudentInnen

 Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann forderten die GRÜNEN zu einer direkten Intervention bei Rektor Prof. Dr. Matthias Winiger auf, um dort die Interessen der UN-Stadt Bonn zu artikulieren.Bonn hat als einzige nordrhein-westfälische Stadt eine Sondergebühr für ausländische StudentInnen eingeführt. EU-BürgerInnen sind allerdings ausgenommen.

 

?Wir werten den Verlust der ausländischen Studentinnen und Studenten als einen schweren Rückschlag für das Internationale Bonn?, sagte die Vorsitzende des Bonner Unterausschusses für Wissenschaft und Forschung, Angelica M. Kappel.?Er ist die direkte Konsequenz, wenn nicht die gewollte Folge der Sonderstudiengebühren, die die Uni Bonn zusätzlich zu den ohnehin schon einschneidenden Studiengebühren, die für alle Studierenden gelten, erhebt.?

 

Die ?Rechtfertigungsversuche der Universitätsleitung?, wonach den Gebühren auch besondere Leistungen gegenüber stehen, gehen nach Ansicht der GRÜNEN ?ins Leere?.Natürlich müsse die Universität besondere Anstrengungen unternehmen, um ausländische Studierende in das Universitätsleben zu integrieren. Aber der Umfang der zusätzlichen Bemühungen richte sich sicher nicht nach den EU-Grenzen, sondern nach den individuellen Fähigkeiten und VoraussetzungenDarüber hinaus sei es unlogisch, die Gebühren für das gesamte Studium zu erheben. ?Die Studierenden fangen doch nicht in jedem Semester erneut bei Null an!? so Frau Kappel.

 

Die GRÜNEN forderten Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann auf, unverzüglich das direkte Gespräch mit dem Rektor der Universität, Prof. Winiger zu suchen, da die Sondergebühren die Internationalen Ambitionen von Universität und Stadt gleichermaßen konterkarierten.Frau Kappel: ? Es darf nicht dabei bleiben, dass ausgerechnet die UN-Stadt hier eine unrühmliche Vorreiterrolle spielt und das Signal aussendet, dass ausländische Studierende in Bonn nicht willkommen sind!?

 

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