Bonner Forstamtschließung: das Aus für nachhaltige Waldwirtschaft

Heute hat NRW-Landwirtschaftminister Uhlenberg (CDU), das Aus für das Forstamt Bonn bekannt gegeben. Dazu Dr. Beate Bänsch-Baltruschat, Vertreterin der Grünen im Umweltausschuss der Stadt Bonn:

 

„Landesweit – so hat Landwirtschaftsminister Uhlenberg verkündet – wird die Zahl der Forstämter von derzeit 35 auf 15 reduziert und Forstpersonal drastisch abgebaut werden. Geschlossen wird auch unser Forstamt in Bonn. Die Schließung bedeutet das Aus der bürgernahen und nachhaltigen Waldwirtschaft und ein erzwungenes Ende der positiven Zusammenarbeit zwischen privaten Waldbesitzern und staatlicher Verwaltung.

 

In Zukunft wird für unseren Wald das Forstamt in Eitorf zuständig sein. Angesichts der Entfernungen werden FörsterInnen mehr Zeit im Auto verbringen müssen, als sie sich um den Wald kümmern können. Sachlich ist die Auflösung des Forstamtes Bonn kaum zu begründen, denn dadurch wird kein Euro Personal- oder Sachkosten eingespart. Im Gegenteil: Die neuen Großstrukturen werden viel ineffizienter sein, denn Forstwirtschaft findet im Wald und nicht in zentralen Verwaltungseinheiten statt. Förster gehören in den Wald und nicht ins Auto!

 

Uhlenberg scheint die wichtige Rolle, die der Wald als Ökosystem und Erholungsraum den Menschen gerade in einem dicht besiedelten Land wie NRW bietet, nicht zu interessieren. Stattdessen soll der Wald kurzfristigen Kapitalinteressen geopfert werden, denn mögliche Einsparungen bei den Forstämtern sollen großen Privatwaldbesitzern zufließen.“

 

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