Bonner Grüne wählen ihre Schlüsselprojekte für die Bundestagswahl

Die Grünen haben wieder einmal bewiesen, dass sie die Partei der gelebten Basisdemokratie sind. Am 8. und 9. Juni waren insgesamt 60.000 Mitglieder in ganz Deutschland aufgerufen, sich an einem Mitgliederentscheid zu beteiligen. Auch die Bonner Grünen gaben ihre Stimme ab.58 Projekte aus den Bereichen „Moderne Gesellschaft“, „Energiewende und Ökologie“ und „Gerechtigkeit“ standen zur Wahl. Die Projekte wurden auf Basis des Wahlprogramms, das die Bundesdelegiertenkonferenz Ende April in Berlin beschlossen hat, aufgesetzt. Mit dem Entscheid wählen die Grünen ihre Schwerpunktthemen für den Wahlkampf: Die Projekte mit den meisten Stimmen werden im Mittelpunkt der Wahlkampagne stehen und sollen im Fall einer grünen Regierungsbeteiligung zuerst umgesetzt werden.Der Bonner Kreisverband verband das Nützliche mit dem Angenehmen: In geselliger Runde wurde der Mitgliederentscheid am Samstag mit einem Grillfest verbunden. Rund 40 Mitglieder diskutierten engagiert die Projekte und setzten ein klares Zeichen: Die meisten Bonner Grünen votierten dafür, das Betreuungsgeld abzuschaffen und Kindertagesstätten auszubauen. Dieses gesellschaftliche Projekt war den Mitgliedern so wichtig, dass sie ihm einen Sonderstatus verpassten („Joker“). Als zweites Projekt wurde eine strengere Rüstungspolitik gewählt. „Keine Rüstungsexporte zulasten von Menschenrechten“ war das Stichwort. Das drittplatzierte Projekt stammt aus dem Themenbereich „Ökologie“: Der Bonner Kreisverband fordert 100% erneuerbare Energie bis zum Jahr 2030 und eine Energiewende in BürgerInnenhand statt in der Hand großer Konzerne. Am 12. Juni werden die Ergebnisse des Mitgliederentscheids bekannt gegeben.

 

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