Bonner Rat bestätigt Startverbot für Gyrokopter – St. Augustiner Rat bereitet den Weg für den Aeropark Hangelar

Der Rat der Stadt Bonn bestätigte mit Mehrheit am 14.April die Forderung der Beueler Bezirksvertretung, ein Startverbot für Gyrokopter am Verkehrslandeplatz Hangelar einzuführen.

 

Die Beueler Stadtverordnete Doro Schmitz begründete nochmals die Forderung: „Die Starts von Gyrokoptern verursachen 1700 zusätzliche Flüge jährlich, Tendenz steigend, über Beueler und Bonner Stadtgebiet. Die niedrige Fluggeschwindigkeit der Gyrokopter führt zu einer längeren Einwirkdauer des Betriebsgeräusches und damit zu mehr Lärmbelästigung. Ein Startverbot für Gyrokopter sorgt für verringerten Fluglärm und daher für mehr Lärmschutz und verbesserte Lebensqualität.“

 

Der Beueler Stadtverordnete Dr. Detmar Jobst ist enttäuscht von den Beschlüssen, die kurz zuvor in Sankt Augustin vom Rat angenommen wurden: „Alle von Bonn gewünschten Maßnahmen werden in neue Warteschleifen verschoben. Erneute halbherzige Prüfungen von Maßnahmen zusammen mit dem Ausbau eines Aeroparkes verewigen die Belärmung aus der Luft. Sankt Augustin glaubt an den Flugplatz, fördert Fluggewerbe und beschert den Gemeinden am Rhein den Lärm.“

 

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Beueler Bezirksvertretung, Werner Rambow, will eine rechtliche Prüfung der Betriebserlaubnis für Gyrokopter: „Die Betriebserlaubnis aus dem Jahre 1999 sollte keine weitere Lärmbelastung für die umliegende Bevölkerung erzeugen. Die seit 2004 in Deutschland zugelassenen Gyrokopter sind selbst lärmgemindert mit mehr als 60 dBA zu laut. Sie wurden auf Grund ihres Gewichtes und der Bauweise fälschlich der sogenannten Ultraleicht-Klasse zugeordnet .Ich bezweifle die Rechtmäßigkeit der Betriebserlaubnis und werde das durch die Aufsichtsbehörde prüfen lassen.“

 

Doro Schmitz: „Ein Rückkehrverbot von 60 Minuten für die Gyrokopter entlastet die Bewohner von Sankt Augustin. In Konsequenz verlagert sich dadurch aber der Überflug auf Bonn und die angrenzenden Gemeinden.“ Unter rücksichtsvoller Nachbarschaft und vorausschauender gemeinsamer Planung verstehen alle drei Grünen Politiker etwas anderes, sagen sie.

 

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