Bürgergärten in Bad Godesberg

Die GRÜNE Bezirksfraktion in Bad Godesberg hat sich sehr gefreut, dass ihr Antrag zur Prüfung von Bürgergärten in Bad Godesberg in der Sitzung der Bezirksvertretung am 22.04.2015 zu später Stunde einstimmig angenommen wurde.Hierzu teilt Andreas Falkowski (Bezirksfraktionssprecher) mit: „Wir möchten prüfen, welche städtischen Flächen sich für Projekte der urbanen Landwirtschaft oder des Gartenbaus eignen könnten. Dies kann auch durchaus die Möglichkeit, mit Pflanzkübeln zu arbeiten, umfassen.Urbane Landwirtschaft bedeutet die Nutzung von Land in Ballungsräumen oder dessen Peripherie zum Anbau von Lebensmitteln. Die Nutzung erfolgt in der Regel für den Eigenbedarf und ist eng mit dem Sozialleben, den ökologischen und wirtschaftlichen Kreisläufen der Stadt verbunden.Neben der Versorgung mit lokal angebauten Produkten verbessert das Gärtnern in der Stadt das städtische Mikroklima, trägt zum Erhalt der Biodiversität bei und sensibilisiert für einen nachhaltigen Lebensstil. Beim Gärtnern entstehen Begegnung, Gemeinschaft und Engagement für den Stadtteil.Darüber hinaus könnten wir uns auch durchaus vorstellen, dass dies zu Kosteneinsparungen bei der Bonner Stadtverwaltung führt, da für diese städtischen Flächen die intensiven Gärtnerarbeiten der Verwaltung wegfallen könnten und stattdessen die Bürgerinnen und Bürger für Beete in ihrer Nachbarschaft die Verantwortung übernehmen würden.Damit durch auf Dauer angelegte Pflanzungen Projekte des urbanen Gartenbaus und/oder der urba¬nen Landwirtschaft nicht ausgeschlossen oder behindert werden, soll zunächst auf eine dauerhafte Bepflanzung verzichtet werden. Bienen sind für die Nahrungskette des Menschen und für unser Ökosystem unverzichtbar. Gerade die wiederholt auftretenden Verluste bei Bienenvölkern zeigen deutlich, dass Maßnahmen erforderlich sind, um die Gesundheit und Vitalität der Bienen und ihre Lebens- und Ernährungsgrundlagen zu schützen. Zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Bienen tragen blütenreicher Saaten bei. Die Verwal¬tung soll daher (auch zur Zwischennutzung) blütenreiche Pflanzen anbauen, die als Lebensgrundlage für Wildbienen dienen.In Bonn gab es 2013 insgesamt 13 Projekte, die sich mit urbaner Landwirtschaft und/oder Gartenbau beschäftigten. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an dieser Form der Flächenbewirtschaftung sowie der Bedarf an Flächen sind unzweifelhaft vorhanden. Nicht umgesetzt wurde bislang ein Projekt „essbare Stadt“, wie es z.B. in Andernach und vielen anderen Städten vorzufinden ist. Die „essbare Stadt“ muss von der Verwaltung initiiert und gesteuert werden. Auch wenn die Stellungnahme der Verwaltung (siehe DS-Nr. 1413198ST4) hierzu bisher eher ablehnend war, sehen die Antragsteller hier die Notwendigkeit, dass die Verwaltung aktiv wird, um zukünftig anstatt der bisher üblichen teuren Wechselbepflanzung dieses Geld lieber in Gemüse und Obst zu investieren.“Der einstimmig beschlossene Antrag kann unter folgendem Link nachgelesen werden: http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/15/1510892.pdf

 

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