Businessplan offenbart Risiken des Festspielhauses

Die Vorstellung des Businessplanes  für das Festspielhaus hat die Fragezeichen für das Projekt eher größer als kleiner gemacht. Er offenbart nach Ansicht der GRÜNEN zahlreiche Risiken, die am Ende der Stadt Bonn auf die Füße zu fallen drohen.„Wir können nicht nachvollziehen, woran  in den letzten Wochen so intensiv gearbeitet wurde“, sagte Kultursprecherin Ros Sachse-Schadt. „Viel hat sich gegenüber dem Entwurf im letzten Jahr nicht verändert, die eklatanten Risiken konnten nicht beseitigt werden.“So gehe der Plan von derzeit kaum erlösbaren Kapitalerträgen aus dem Stiftungskapital aus, weist eine deutliche Unterdeckung bei der Bauunterhaltung auf  und plant entgegen bestehender Ratsbeschlüsse städtische Gelder aus dem Beethovenfest für das Festspielhaus ein.  Darüberhinaus  sieht der Businessplan eine jährliche Besucherzahl von 180.000 pro Jahr vor.

 

„Eine Herleitung aus einer entsprechenden Marktstudie, die das belegen könnte, sucht man in dem Plan vergebens,“ so Tim Achtermeyer, kulturpolitischer Sprecher. „Der Businessplan ist nicht seriös.“Die GRÜNEN bemängelten zudem, dass die städtischen Kulturexperten, wie Opernintendant, GMD und die Intendantin des Beethovenfestes in die Beratungen bisher nicht einbezogen wurden. Das wollen die GRÜNEN nun im Kulturausschuss am Donnerstag nachgeholt wissen.„Insgesamt sind wir der Meinung, das sich die Stadt so schnell wie möglich von dem Projekt verabschieden sollte,“  so die GRÜNEN. „Wir können es uns gerade in der schwierigen Haushaltslage nicht leisten und es bringt uns auch kulturpolitisch in unserer Stadt nicht weiter. Stattdessen sollten wir endlich mit der inhaltlichen Vorbereitung des Beethovenjahres unter Einbeziehung der gewachsenen Bonner Kulturlandschaft beginnen.“

 

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