CAP-Markt für Bad Godesberg

In einem Antrag für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg am 20.8. fordern die Grünen die Ansiedlung eines ?CAP-Marktes?. Dazu erklärt die Bezirksverordnete und wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen im Rat Monika Heinzel:

 

?CAP-Märkte sind ein interessantes Konzept, um die Nahversorgung in strukturschwachen Ortsteilen zu sichern oder wiederherzustellen. Das Problem verschärft sich in allen Bonner Bezirken, wie es im Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Verwaltung nachzulesen ist. In Bad Godesberg käme z.B. Muffendorf als Standort infrage. Wir wollen die Verwaltung beauftragen, mit dem Franchise-Geber ?GDW Süd  Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd eG? und möglichen Franchise-Nehmern (Diakonie, AWo, Caritas) Gespräche aufzunehmen und die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen dabei einzubeziehen.

 

CAP-Märkte (kommt von Handicap) sind kleine Nachbarschaftsmärkte (ca. 400 qm). Sie haben ein Vollsortiment von Frischfleisch, Backwaren, Käse und Gemüse aus regionaler Produktion. Teil ihres Konzeptes ist die vorrangige Beschäftigung von Behinderten, die auf dem freien Arbeitsmarkt nur schwer eine Chance auf einen Arbeitsplatz haben. Derzeit gibt es deutschlandweit 44 CAP-Märkte, die bis zu 80% Behinderte beschäftigen. Sie werden personalintensiver betrieben als andere Supermärkte, was sich positiv in intensiverer Kundenberatung niederschlägt, Lieferservice und Einpackhilfe inklusive.Die Märkte gelten als gemeinnützig, sind nicht gewinnorientiert, arbeiten aber kostendeckend.

 

Wenn es uns gelingt, eine solche Ansiedlung in einem Bad Godesberger Ortsteil zu verwirklichen, könnte das Vorbildwirkung für weitere Bonner Stadtteile entwickeln. Und auch sozialpolitisch stünde das unserer Stadt gut zu Gesicht.?

 

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