CDU und Grüne begrüßen Absage an Extremisten

CDU und Grüne im Bonner Stadtrat begrüßen die Entscheidung des Moscheevereins Al Muh-sinin, das geplante Seminar mit Vertretern der radikalen muslimischen Gruppe „Die wahre Religion“ abzusagen. Die beiden Sozialpolitiker der Union Inge Cziudaj und Klaus Großkurth sind sich sicher: „Hätte das Seminar stattgefunden, dann hätte das den Integrationsgedanken hier vor Ort in Bonn erheblich gestört und für Verunsicherung gesorgt. Beides brauchen wir nicht, weil wir uns in Bonn stark für ein gedeihliches und respektvolles Miteinander aller Kulturen und Religionen aussprechen und diese Aufgabe auch ernst nehmen.“Für den integrationspolitischen Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Frank Müller, sollte mit dieser Absage für die Zukunft auch die generelle Bereitschaft verbunden sein, Extremis-ten keine Bühne zu bieten: „Wir müssen jetzt für Aufklärung sorgen. Die schwarz/grüne Koalition lädt deshalb alle Moscheegemeinden in Bonn zu einem kurzfristig anzuberaumenden Gespräch ein, um über die jüngsten Vorfälle zu diskutieren und Handlungsoptionen für die Zukunft aufzustellen. An diesem Gespräch wollen wir auch die übrigen Fraktionen im Bonner Stadtrat beteiligen. Ich hoffe in diesem Zusammenhang auf rege Teilnahme.“Schwarz/Grün ist es auch wichtig, dass im Rahmen des Treffens darüber gesprochen wird, wie man junge Menschen vor solchen radikalen Gruppen noch besser schützen kann. Schließlich üben diese Gruppen eine nicht unerhebliche Anziehungskraft aus. Sowohl Aufklärungs- als auch Bildungsarbeit müssen hier von allen Beteiligten besser aufeinander abgestimmt und verstärkt werden. Das wird im kommenden Jahr ein wichtiges Aufgabenfeld der Bonner Sozial- und Integrationspolitik sein.

 

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