CDU/SPD-Koalition bedroht Freiraum Lausacker

Im gestrigen Hauptausschuss hat die CDU/SPD-Koalition beschlossen, ein Verkehrskonzept und ein Bebauungsplanverfahren in Graurheindorf zu beginnen, das eine Erschliessungsstraße durch das Naherholungsgebiet Lausacker beinhaltet. Dazu erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Grünen Brigitta Poppe:

 

?Während die Bezirksvertretung Bonn noch kurz zuvor eine Beschlussfassung vertagte, will die CDU/SPD-Koalition Fakten schaffen, bevor ein Ortsentwicklungskonzept vorliegt und die Ergebnisse einer Bürgerversammlung zum gleichen Thema ausgewertet sind. Sie setzt damit eine Dynamik in Gang, die zusätzlichen Verkehr und Bebauung nach sich ziehen wird.Der Lausacker ist einer der wenigen noch vorhandenen größeren Freiräume mit hoher ökologischer und stadtklimatischer Bedeutung sowie Naherholungsqualität im ansonsten dicht besiedelten Bonner Norden. Eine für das Plangebiet Lausacker durchgeführte Umwelterheblichkeitsprüfung kam zu dem Ergebnis: ?Die Fläche ist im Biotopkataster der ehemaligen LÖLF (Landesanstalt für Ökologie, Landschaftsentwicklung und Forstplanung) als ökologisch wertvoll ?.beschrieben.? Auch im Hinblick auf Hochwasserrisiken ist das Vorgehen von CDU und SPD fahrlässig und in keiner Weise zu vereinbaren mit den Sonntagsreden zur im Mai hier in Bonn stattfindenden internationalen Biodiversitätskonferenz.Natürlich wollen auch die Grünen eine Verbesserung der Situation in Graurheindorf. Darum haben wir z.B. Mittel für die Verkehrsberuhigung der Estermannstraße im Haushalt beantragt. Was CDU und SPD jetzt betreiben, wird jedoch das Gegenteil bewirken.In ihrem Kommunalwahlprogramm 2004 schrieb die SPD noch: ?Die weitere Bebauung  ?. des Lausackers wird daher von uns entschieden abgelehnt. Nach der Wahl werden wir alle diesbezüglichen Planungen sofort stoppen.? Nun können die Wählerinnen und Wähler vergleichen.?

 

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