Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Bonn kritisiert die Räumung eines Teils der Ermekeilkaserne für Büros des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

340 Menschen müssen Haus 6 der Ermekeilkaserne verlassen, damit ab dem 01.03. das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Räumlichkeiten als Büros nutzen kann. Grünen-Sprecherin Andrea Bauer: „Für uns ist es vollkommen unverständlich, dass 340 Menschen, darunter 80 Kinder, aus ihrer neuen Umgebung herausgerissen werden. Bereits aufgebaute soziale Bindungen werden zerstört und eine zentrale Möglichkeit menschenwürdiger Unterbringung weggenommen.“ Zahlreiche der 340 Menschen müssen nun in Turnhallen umziehen, d.h. ihre Lebensverhältnisse verschlechtern sich deutlich.Oberbürgermeister Sridharan unterbreitete der Immobiliengesellschaft des Bundes (Bima) 12 alternative Standortangebote, die von der Bundesbehörde nicht geprüft wurden. Dazu der Sprecher des Kreisverbands, Harald Klinke: „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Geflüchteten und der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die mit der Stadt Bonn und Initiativen der Flüchtlingshilfe in der Ermekeilkaserne Hand in Hand gearbeitet haben. Neben den nicht unerheblichen Beträgen, die die Stadt Bonn investiert hat, um Wohnraum für Geflüchtete zu schaffen, werden vor allem die bereits erzielten Integrationserfolge zunichte gemacht. Statt verfassungswidrige Obergrenzen zu diskutieren, sollte die Regierungskoalition im Bund lieber ihre Behörden flexibler und umsichtiger organisieren.“

 

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