Der Newsletter Schule mit Informationen der GRÜNEN Ratsfraktion

zu den Themen: Offene Ganztagsgrundschule, Sauberkeit an Schulen und KitasGesamtschulplätze in Bonn, Auswärtige Schüler*innen, Inklusive Schulklassen, Förderschulen in Bonn – Umsetzung der MindestgrößenverordnungSchulsozialarbeit, Anmeldeverfahren für die Aufnahme in weiterführende SchulenOffene GanztagsgrundschuleDas Thema OGS wurde im Schulausschuss an verschiedenen Punkten diskutiert. So bei der Laurentiusschule und der Schlossbachschule. Im Mittelpunkt stand immer die Frage nach dem Ausbau von OGS Plätzen. Die Verwaltung strebt jährlich 150 neue OGS-Plätze an und befindet sich, wie im Schulausschuss berichtet wurde, in Gesprächen mit den Trägern. Während diese pro Platz ca. 300 Euro mehr fordern, hat die Verwaltung im Rahmen der Haushaltskonsolidierung eine Kürzung der normalen OGS-Plätze (nicht OGS Plus) eine Kürzung um 110 Euro pro Platz vorgeschlagen. Wir setzen uns im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten dafür ein, dass das Angebot bedarfsgerecht ausgebaut und qualitative Standards erhalten bleiben. Die Verwaltung will offenbar ein neues System für die OGS einführen, wir erwarten einen fairen Dialog mit den Trägern der OGS und Transparenz gegenüber den Eltern sowie den politischen Gremien, damit eine fundierte Diskussion möglich ist.Sauberkeit an Schulen und KitasAufgrund einer Anfrage der SPD wurde im Schulausschuss die mangelnde Sauberkeit an Schulen und Kitas diskutiert. Die Verwaltung hat in ihrer Stellungnahme sehr ausführlich berichtet, wie die Leistungsbeschreibung für die Reinigungsarbeiten zurzeit aussieht. So werden die Kitas täglich, die OGS-Räume dreimal wöchentlich gereinigt. Einmal im Jahr erfolgt eine Grundreinigung. Der Schulausschuss zeigte sich nicht damit zufrieden, da es häufig zu Beschwerden käme, die Schulräume seien nicht sauber genug. Deshalb wurde das städtische Gebäudemanagement aufgefordert, über den Leistungskatalog nachzudenken und im Schulausschuss über mögliche Verbesserungen zu berichten.SchulbegleitungAufgrund unserer Nachfrage teilte die Verwaltung mit, dass das Konzept noch dieses Jahr den Gremien vorgelegt werden solle. Die GRÜNEN begrüßten dies und betonten, dass eine zeitnahe Vorlage auch erforderlich sei, um das Antragsverfahren für nächstes Jahr nicht zu gefährden. In der Vorlage wird ausgeführt, dass die Anträge zeitnah bearbeitet würden. Da „zeitnah“ ein sehr dehnbarer Begriff ist, baten die GRÜNEN darum, dass die Verwaltung Anträge binnen 3 Monaten bescheiden möge. Idealerweise würde die Verwaltung gegenüber den betroffenen Eltern veröffentlichen, bis wann Anträge gestellt werden müssten, um einen rechtzeitigen Bescheid zu erhalten. Es darf sich nicht wiederholen, dass Bescheide erst in oder nach den Sommerferien ergehen.“Gesamtschulplätze in BonnEin Antrag zur Schaffung von mindestens zwei weiteren Eingangsklassen wurde im Ausschuss auf Wunsch der FDP vertagt. Auch bei den Grünen besteht Unklarheit. Nicht weil wir zusätzliche Gesamtschulplätze ablehnen, aber weil wir mangels Schulentwicklungsplanung nur schwer abschätzen können, ob und wo eine Erweiterung um  sinnvoll ist. Denn nach wie vor haben wir 300 unversorgte Kinder. Die GRÜNEN wollen hierzu in Kürze mit den Schulleitern der Gesamtschulen ins Gespräch kommen. Wir erwarten aber auch bei den Aufnahmen an den Gesamtschulen mehr Sensibilität seitens der Schulleitungen. Wenn eine Gesamtschule nur wenige Kinder mit einer Hauptschulempfehlung, dafür aber sehr viele gymnasial empfohlene Kinder aufnimmt, fehlen vor allem die Plätze für nicht so leistungsstarke Kinder.Auswärtige Schüler*innenDer Schulausschuss hat einer Vorlage der Verwaltung zugestimmt, auswärtige Schüler*innen die Aufnahme zu verweigern, wenn die Zahl der Anmeldungen die Kapazitäten der Schule übersteigt. Damit soll gewährleistet werden, dass Kinder und Jugendliche aus Bonn bevorzugt aufgenommen werden. Weiterhin sollen auch Kinder und Jugendliche die nicht in Bonn wohnen berücksichtigt werden, wenn die entsprechende Schulform in ihrer Heimatgemeinde nicht angeboten wird. Von dieser Regelung sind alle städtischen Schulen betroffen. Zurzeit werden vor allem die weiterführenden Schulen zu ca. 20% von Kindern und Jugendlichen, die nicht in Bonn wohnen besuchtInklusive SchulklassenDer Schulausschuss ist einer Vorlage der Verwaltung gefolgt, mit der die Klassengröße für inklusive Schulen begrenzt wird. Für Gesamtschulen, Realschulen und Gymnasien sind dies 27, für die Klassen 5, für die Hauptschulen 24 Schüler*innen.Dies gilt, wenn pro Parallelklasse mindestens zwei Schüler*nnen mit festgestelltem sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen werden und  im Durchschnitt aller Parallelklassen der jeweilige Klassenfrequenzrichtwert nicht unterschritten wird. Damit soll erreicht werden, dass sich mehr Schulen der Inklusion öffnen, vor allem bei den Bonner Gymnasien gibt es noch einen erheblichen Nachholbedarf. In einem Ergänzungsantrag wurde beschlossen, vor einer Überschreitung der 2 Kinder mit Behinderung pro Klasse, zunächst vorrangig auf die anderen Schulformen Gymnasium und Realschule zu verweisen. Die Verwaltung wird am 03.11. bei ihrer Informationsveranstaltung: Übergang in die SEK I für Kinder mit sonderpädgogischem Unterstützungsbedarf insbesondere auch die Möglichkeit, dass ein Gymnasium Förderort für eine zieldifferente, wie auch für eine zielgleiche Förderung sein kann, vorstellen. Im vergangenen Anmeldezeitraum hatten nur sehr wenige Eltern diesen Förderort in Betracht gezogen. Grundsätzlich ist Inklusion Aufgabe aller Schulformen. Die Schulaufsicht machte auch deutlich, dass sie künftig den Hauptschulen nicht weiter so überproportional viele Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischem Förderbedarf zuweisen werden – auch wenn dies dazu führe, dass diese dann keine neue Eingangsklasse mehr bilden könnten.Förderschulen in Bonn – Umsetzung der MindestgrößenverordnungIn 1. Lesung hat der Schulausschuss eine Vorlage der Verwaltung diskutiert, in der es um die Zukunft der Bonner Förderschulen geht. Nach dem Willen der Verwaltung sollen zum kommenden Schuljahr die Johannes-Gutenberg-Schule und die Gartenschule aufgelöst werden. Beide Schulen bleiben als Teilstandorte anderer Förderschulen erhalten. Die Siebengebirgsschule, Förderschule der Stadt Bonn, wird zum kommenden Schuljahr um den Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ erweitert werden und in der heutigen Johannes-Gutenberg-Schule einen Teilstandort einrichten.  Die Joseph-von-Eichendorff-Schule, Förderschule der Stadt Bonn, soll um den Förderschwerpunkt „Sprache“ erweitert werden und die heutige Gartenschule als Teilstandort nutzen.Damit will die Verwaltung die erforderlichen Mindestgrößen von Förderschulen erfüllten. Die zur Auflösung vorgeschlagenen Forderungen erfüllen die Mindestgrößen nicht mehr. Der Schulausschuss hat die Vorlage in 1. Lesung behandelt da hier in den Fraktionen noch Diskussions- und Informationsbedarf herrscht.SchulsozialarbeitIn der Schulausschusssitzung wurde die 6. Fortschreibung der Evaluation zur Schulsozialarbeit vorgelegt. In allen Bereichen wurde der Schulsozialarbeit ihre gute Arbeit bestätigt, im Mittelpunkt der Debatte stand aber die Diskussion um die Zukunft der Schulsozialarbeit. Bisher konnte sie aus den Mitteln des Bundes für das Bildungs- und Teilhabepaket finanziert werden, diese läuft jedoch aus und es gibt im Moment wenig Hoffnung, dass diese doch noch fortgesetzt wird. Deshalb hat will der Schulausschuss die Fortführung der Schulsozialarbeit im Rahmen der Haushaltsberatungen diskutieren, auch vor dem Hintergrund, das an anderen Stellen wie z.B. der Flüchtlingsbetreuung, die z.T. auch durch die Schulsozialarbeiter*innen geleistet wird, weitere Zuschüsse nach Bonn fließen sollen.Anmeldeverfahren für die Aufnahme in weiterführende SchulenAuch im kommenden Schuljahr wird es ein vorgezogenes Anmeldeverfahren für die Bonner Gesamtschule
n geben, damit die dort abgelehnten Kinder sich gleichberechtigt um einen anderen Schulplatz bewerben können. Die Termine sind wie folgt:30.01.2015: Beginn des Anmeldeverfahrens an den 5 Gesamtschulen und den privaten Schulen06.02.2015: Ende des Anmeldeverfahrens an den 5 Gesamtschulen und den privaten Schulen11.02.2015: Verteilungskonferenz der Gesamtschulen13.02.2015: Versand der Aufnahme- und Ablehnungsbescheide durch die 5 Gesamtschulen und die privaten Schulen16.02.2015: Beginn des Anmeldeverfahrens an den städtischen Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien12.03.2015: Verteilungskonferenz der Gymnasien, falls notwendig Verteilungskonferenz der Realschulen (Termin ist noch in Abstimmung)13.03.2015: Ende des Anmeldeverfahrens an den städtischen Hauptschulen, Realschulen und den Gymnasien.TermineDer Schulausschuss tagt das nächste Mal am 19.11.2014 im Ratssaal des StadthausesFraktion und Arbeitskreise tagen grundsätzlich öffentlich. Interessierte sind herzlich ein¬geladen. Der nächste Termin des Schularbeitskreises findet am 12.11.2014 um 1970 Uhr im Alten Rathaus statt.Bei folgenden Arbeitskreisen besteht die Möglichkeit der Mitarbeit: Kinder + Jugend; Schule; Soziales; Stadtplanung; Umwelt + Verbraucherschutz; Wirtschaft; Denkmalschutz; Frauen; Kultur; Internationales + Wissenschaft; Sport; Migration + Integration; BürgerInnenbeteiligung + Lokale Agenda; Finanzen + Beteiligungen.Grüne im SchulausschussDorothee Paß-Weingartz, Vorsitzende des SchulausschussesAnja Lamodke, schulpolitische SprecherinMichael Seeland, BezirksverordneterTim Achtermeyer, StadtverordneterStefan Rau, sachkundiger BürgerAntje Waßmann, sachkundige BürgerinDr. Timo Hauschild, sachkundiger BürgerFiliz Nacaroglu, sachkundige BürgerinAktuelles aus der GRÜNEN Ratsfraktion unter www.gruene-bonn.deHerausgegeben von: Grüne im Rat der Stadt Bonn, Rathausgasse 5-7, 53111 BonnTelefon: 0228 – 77 2073 Fax: 0228 – 77 2035 e-mail: gruene.ratsfraktion@bonn.de;Internet: www.gruene-bonn.deRedaktion: Petra Merz, Tel.: 0228 – 77 3814, Petra.Merz@Bonn.de

 

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