Der städtische Fuhrpark bleibt eine ?Heilige Kuh?

Die GRÜNEN haben die Verwaltungsvorlage zum ?Mobilitätsmanagement?  als einen vollkommen ungenügend bezeichnet.

 

?Das Konzept ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde?, sagte Fraktionssprecher Karl Uckermann. ?Es fehlen im Grunde alle wesentlichen Kennziffern, aus denen sich ein Mobiltätsmanagement entwickeln ließe.?

 

So gebe es in dem Konzept keine

 

?  Auswertung von Fahrtenbüchern städtischer Fahrzeuge und der dienstlich genutzten Privatfahrzeuge

 

?  Angabe von Kilometerleistung der einzelnen Fahrzeuge

 

? Angabe Einsätze in Stunden / Tag

 

? Angabe der  Art der zu erledigenden Aufgaben (um abzuleiten, ob dieser Dienst nicht günstiger auf alternativem Wege zu (Fahrrad /ÖPNV/Taxi oder Velo-Kurier) erledigen ist.

 

Uckermann: ?Zu einer Grundlagenerhebung reicht die bloße Zusammenstellung der Fahrzeuge und die Verteilung auf die Ämter selbstverständlich nicht aus.?

 

Die GRÜNEN forderten die Verwaltung auf, schleunigst die notwendigen Mobilitätskennziffern (Jahreskilometerleistung, Auslastung der Fahrzeuge, Kilometerleistung/Fahrzeug, Auslastungsgrad der Fahrzeuge etc) zur Verfügung zu stellen.

 

?Nur auf diesem Wege lassen sich Spitzenleistungen in der Fuhrparknutzung durch Car-Sharing-Verträge, Verträge mit Taxiunternehmen, Jahresverträge mit Fahrradkurieren kappen?, meinte Uckermann

 

Darüber hinaus kritisieren die GRÜNEN; dass es kein nachvollziehbares Verfahren um das Zustandekommen der Gesamtkosten gibt. Auch Aussagen zur Optimierung des Dienstreisemanagements blieben absolute Fehlanzeige.

 

Klären wollen die GRÜNEN auch die Verantwortlichkeiten im Amt:

 

Karl Uckermann: ?Wir wollen wissen: Wer ist denn in der Verwaltung verantwortlich für das Strategische Controlling bei Beschaffung, Wartung und Auslastung der Fahrzeuge? Wer analysiert die Fuhrpark-Kosten systematisch? Wer kann ein leistungsfähiges Controlling System aufbauen??

 

Die GRÜNEN wollen sich mit der Verweigerungshaltung der Fachverwaltung nicht abfinden.

 

Karl Uckermann. ?1998 haben wir die ersten Anträge zum Fuhrparkmanagement gestellt. Seit  8 Jahren herrscht hier Stillstand. Dienstfahrzeuge werden in der Verwaltung immer noch wie ?heilige Kühe? behandelt, die trotz der schwierigen Finanzlage gehegt und gepflegt werden. Wir werden keiner Neuanschaffung von Fahrzeugen mehr zustimmen, bis die Verwaltung ihre Hausaufgaben gemacht hat.?

 

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