Die argumentativen Schallschutzwerke für den Flugbetrieb in Hangelar sind wieder fest geschlossen

Mit den Gutachten, die dem Rhein-Sieg-Kreistag auf seiner vergangenen Sitzung vorgelegt wurden, wird amtlich festgestellt: Es gibt keinen gesundheitsschädlichen Fluglärm – und wenn man die Flugzeiten an Sonn- und Feiertagen einschränken würde, dann träte sofort ein Steuerverlust von zwei Millionen Euro ein.„Nun sind die argumentativen Schallschutzmauern der Streiter für den Flugbetrieb in Hangelar wieder fest geschlossen. An den Rand gedrängt werden eindeutige Beschlüsse der Beueler Bezirksvertretung und des St. Augustiner Stadtrats zur Einrichtung einer Lärmmessstation, vergessen die ebenfalls dort angestrebten Regulierungen des ausufernden Flugbetriebes,“ sagt Stadtrat Dr. Detmar Jobst von den Bonner GRÜNEN .„Wir müssen den Beschlüssen dieser Gremien zu ihrer Umsetzung verhelfen, sonst zweifeln die Bürger nicht nur an unseren Wahlversprechen, sondern auch an der Durchsetzungskraft der Mehrheiten in den Räten. Ein, zwei Gutachten reichen weder als Freibrief für jegliches Luftlärmen noch für Verwaltungen, einfach über die  bestehenden Regeln und Gesetze hinwegzusehen, z.B. die Luftverkehrsordnung, das Luftverkehrsgesetz oder die Landplatz-Lärmschutzverordnung.

 

Die Meßstationen werden belegen, wie heftig die Belärmung den Bürgern zusetzt und in welcher Häufigkeit inzwischen Hubschrauber das Problem verschärfen. Die phantastisch anmutenden Umsätze und Steuergewinne im Rechtsamt-Gutachten gehen, selbst wenn sie sich als stichhaltig erweisen sollten, im Wesentlichen auf die umfangreichen Hubschrauber-Checks und Testflüge in der Region zurück. Wir erwarten, dass aus diesen Gewinnen ein guter Teil in einen wirksamen Lärmschutz investiert wird,“ fordert Jobst, der auch Mitglied des Bonner Umweltausschusses ist, nachdrücklich.

 

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