Doch noch kein endgültiges NEIN der DB für einen barrierefreien Zugang zum Bahnhof Bad Godesberg aus Richtung Osten

Philipp Lerch (CDU) und Andreas Falkowski (GRÜNE) zeigen sich hocherfreut über die neueste Entwicklung in den Verhandlungen zwischen der Deutschen Bahn AG und der Bonner Stadtverwaltung über die Errichtung eines barrierefreien Zugangs zum Bahnhof Bad Godesberg aus Richtung Osten:„Im Oktober hat uns die Deutsche Bahn AG zu unserer großen Überraschung, Ernüchterung und Verärgerung mitgeteilt, dass ihr entgegen der von uns angestoßenen Beschlusslage von Bezirksvertretung und Stadtrat noch immer keine Finanzierungszusage der Stadt Bonn für eine barrierefreie Kreuzungsmöglichkeit der Bahntrasse vorliege und die Deutsche Bahn AG aufgrund ihrer langfristigen Planungszeiträume keine Chance mehr sieht, die Maßnahme noch im Rahmen der nun bevorstehenden Bahnhofssanierung umzusetzen. Zwischenzeitlich sahen wir kaum eine Möglichkeit, die Maßnahme noch kostengünstig und zeitnah umzusetzen. Gleichwohl wollten wir die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen und zugleich alle, wenn auch schwindenden, Optionen nutzen. Deshalb haben wir bei allen Beteiligten, der Deutschen Bahn AG und der Bonner Stadtverwaltung, nachgeforscht und den „Druck aufrecht“ erhalten. Auf unsere erneute Nachfrage konnten wir nun erfreulicherweise in Erfahrung bringen, dass die Deutsche Bahn AG sich inzwischen bereit erklärt hat, die Verhandlungen über die Gesamtmaßnahme doch noch einmal aufzunehmen. Diese Wendung ist eine großartige Nachricht für Bad Godesberg!Nun setzen wir unser ganzes Vertrauen auf die Bonner Stadtverwaltung und erwarten, dass der Beschluss der Bezirksvertretung Bad Godesberg und des Stadtrats (vgl. u.a. Ratsbeschluss vom 15. Mai 2014: http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/14/1411435EB4.pdf) endlich umgesetzt wird, damit die Deutsche Bahn AG zeitnah eine Finanzierungszusage der Stadt Bonn erhält und planen kann“, so Andreas Falkowski (GRÜNE)Zum Hintergrund:Da die Deutsche Bahn AG den Zugang vom Von-Groote-Platz während der Phase des Umbaus des Bahnhofs (Barrierefreiheit innerhalb des Gebäudes) als Baustellenzufahrt nutzen wird, muss die jetzige Rampe für diesen Zweck komplett abgerissen werden. Nach der Sanierung des Bahnhofs wird die Personenunterführung rund 60 cm tiefer liegen als bisher. Die Deutsche Bahn AG wollte anschließend die Rampe mit einer Anpassung an diese tiefere Unterführung wieder herstellen, so dass die Steigung folglich deutlich steiler ausfallen und nicht den Ansprüchen echter Barrierefreiheit entsprechen wird. Für mobilitätseingeschränkte Menschen wird die auf diese Weise vorgesehene, steile Rampe am Von-Groote-Platz ein beträchtliches Hindernis darstellen.Unter diesen Voraussetzungen hatten die Bad Godesberger Bezirksfraktionen von CDU und GRÜNEN beantragt und auch erreichen können, dass diese Rampe bei der Wiederherstellung tatsächlich behindertengerecht gestaltet werden. Auf die Stadt Bonn kommen in diesem Modell „nur“ die verhältnismäßig geringen und i.S. der Barrierefreiheit des gesamten Areals überaus vertretbaren zusätzlichen Kosten für diese behindertengerechte Rampe zu, keinesfalls die gesamten Rück- und Umbaukosten, deren Großteil weiterhin von der Deutschen Bahn übernommen wird. Eine solche barrierefreie und behindertengerechte Rampe vom Von-Groote-Platz zum Bahnhof Bad Godesberg würde für viele Menschen nicht nur den Zugang aus Richtung Osten zum Bahnhof erleichtern, sondern würde ihnen auch eine Querung der Bahntrasse erleichtern, um aus dem Osten Bad Godesbergs in den Westen des Stadtbezirks und somit in die Bad Godesberger Innenstadt etc. zu gelangen. Hierfür mangelt es im Bereich der Innenstadt an ausreichenden geeigneten Überquerungsmöglichkeiten.

 

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