Durchsichtiges Verschiebemanöver zu Lasten der Prostituierten und der Anwohner

Ursprünglich hatte die Stadt seitens der Bezirksregierung die Auflage, bis zum 1.Oktober eine „endgültige“ Lösung für den Straßenstrich zu präsentieren. In einem Gespräch zwischen Stadt und Bezirksregierung hat diese der Stadt noch einmal eine Fristverlängerung gewährt, „bis der neue Rat sich konstituiert habe“.„Statt auf einer überfälligen Lösung nach dem 1. Oktober zu beharren, hat sich die Bezirksregierung mal wieder von der Stadt einlullen lassen und die Stadt macht in Sachen Straßenstrich weiter wie bisher – nämlich abtauchen und nicht kümmern“, so Frau Pass-Weingartz. „Die Arbeitsbedingungen auf dem Straßenstrich sind so schlecht wie nie – die vormals von den Frauen auch aus Sicherheitsgründen genutzten Parkplätze sind gesperrt, so dass den Frauen keine andere Wahl bleibt, als mit den Freiern in Wohngebiete auszuweichen – ein unerträglicher Zustand für die Anwohner, aber auch für die Frauen.“„Der Winter steht vor der Tür – die Frauen brauchen für ihre Arbeit Sicherheit und ein Mindestmaß an sozialer und gesundheitlicher Betreuung – die Stadt kann sich nicht mit Verweis auf einen neuen Rat aus ihrer Verantwortung stehlen“, so Frau Pass-Weingartz.Nach langen Diskussionen hatte die Stadt im Sommer ein „geeignetes“ Gelände hinter dem Schlachthof präsentiert, auf dem nach Aussagen der Stadt der Straßenstrich abgewickelt werden könne. Seitdem ist nichts passiert. „Eine einfache Herrichtung dieses Geländes mit Lampen würde den Frauen helfen und den Strich in eine Örtlichkeit verlagern, die frei ist von Wohnbebauung.“, so Frau Pass-Weingartz. Dass die Frauen ihren Zustand selber als unerträglich empfinden, belegt ein Bürgerantrag, der von Prostituierten formuliert und seit Ende August der Stadt vorliegt. Obwohl die Möglichkeit bestanden hätte, diesen Antrag auf die Tagesordnung des letzten Sozialausschusses Mitte September  zu setzen, ist dieses nicht passiert. „Die Frauen haben ein Recht darauf, dass sich die Stadt verantwortlich dieses Themas stellt und sich nicht wegduckt – darauf spekulierend, dass die Prostituierten keine Lobby haben“, so Frau Pass-Weingartz

 

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