Ein Stück Normalität am Johanneskreuz

Am Imbiss Johanneskreuz treffen sich Alkohol konsumierende Menschen auf offener Strasse, von denen man annimmt, dass etliche auch Drogenprobleme haben.Die Zahl dieser Menschen habe zugenommen und störe die Anwohner, beklagt die CDU und macht zusammen mit dem Bürgerbund das Thema publik.

 

Hierzu sagt die Bonner Ratsfraktion Die Grünen (Detmar Jobst):„Es ist von der Polizei und Fachleuten, auch von der Ratsfraktion DIE GRÜNEN, vorhergesagt worden, dass das Alkoholverbot in der Bahnhofszone zu Verdrängungseffekten führen wird: Menschen mit besonderen Problemen können auch durch Platzverbote nicht aus der Öffentlichkeit verbannt werden, weshalb unserer Ansicht nach diejenigen, die das Verbot herbeigeführt haben, zu allerletzt dessen Folgewirkung beklagen dürften. Das Johanneskreuz hat eine gewisse Tradition als sozialer Treffpunkt. Man kann darüber streiten, ob biertrinkende Kunden stehen müssen oder sitzen dürfen – anderswo und in anderen Zusammenhängen sind Biertrinker hochwillkommen und dürfen natürlich Platz nehmen! Solange kein Schaden angerichtet wird, erscheint es uns durchaus sinnvoll, dem Johanneskreuz eher den Anschein einer Außengastronomie zu belassen und damit den Charakter von Normalität. Bei eventuellen Notlagen, gesundheitlichen Problemen oder Streitigkeiten kann die aufsuchende Sozialarbeit, können die Streetworker helfen. Tagesstrukturierende Angebote sowie Notunterkünfte werden vom Verein für Gefährdetenhilfe und der Caritas, weitere Hilfen vom Diakonischen Werk in hervorragendem Engagement bereit gestellt.Das Ordnungsamt oder die Polizei greifen ein, wenn es zu Straftaten kommt. Das scheint jedoch bisher nicht der Fall gewesen zu sein.

 

Eine wichtige Hilfe für Menschen mit Suchtproblemen wäre eine eigene Ambulanz im Bonner Gesundheitsamt, wie in Köln schon lange vorhanden. Längere Öffnungszeiten in einer zentralen und fachlich kompetenten Stelle führen zu besserer Betreuung und Versorgung von Substitutionspatienten, die dann weniger oft auf die Strasse angewiesen sind.“

 

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