Einführung der „Wertstofftonne“ schnell prüfen

Zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz bringt die Ratskoalition aus CDU und Grünen einen gemeinsamen Antrag zur „Wertstofftonne“ ein. Dazu erklären für ihre Fraktionen Dr. Beate Bänsch-Baltruschat (Grüne) und Klaus Gilles (CDU):

 

„Als UN-Stadt ist Bonn in besonderem Maße zur Nachhaltigkeit verpflichtet und strebt in möglichst vielen Umwelt- und Klimaschutzfragen eine Vorreiterrolle an.

 

Obwohl die Mülltrennung bereits weit fortgeschritten ist, besteht ein deutlicher Nachholbedarf im Bereich Wertstoffe. Viele Wertstoffarten können zwar zentral abgegeben werden, dies wird aber nicht von allen Bürgerinnen und Bürgern praktiziert, so dass vieles Wertvolle verloren geht und z.B. im Hausmüll landet. Es sollte daher getestet wer¬den, ob in Bonn künftig durch die Einführung der Wertstofftonne noch mehr Wertstoffarten als bisher getrennt erfasst werden können.

 

Schon heute können durch ein entsprechendes Handeln der Kommunen entscheidende Weichen für die Trägerschaft der Wertstofftonne gestellt werden. Um die Müllgebühren für die Bürgerinnen und Bürger stabil zu halten und ökologische Standards in der Abfallwirtschaft auch weiterhin zu gewährleisten, gehört die Regie der künftigen Wertstofftonne in kommunale Hände. Einige Städte wie Dortmund und Berlin praktizieren diese Sammlungen bereits jetzt. Verhalten sich Kommunen passiv gegenüber dieser neuen Entwicklung in der Abfallwirtschaft, ist zu erwarten, dass private Entsorger diese Aufgabe übernehmen und durch die Erlöse der Wertstoffe Gewinne erzielen, die dann dem kommunalen Gebührenhaushalt verloren gehen. Im Interesse der Gebührenzahler sollte Bonn dem Beispiel der genannten Kommunen folgen.

 

In der Wertstofftonne werden zum Beispiel Metalle (alte Bratpfanne), Plastik (kaputte Salatschüssel), Spielzeug, Holz und Elektrokleingeräte, die bisher in die Restmülltonne geworfen werden mussten, gesammelt und überwiegend stofflich verwertet.

 

In unserem Antrag fordern wir die Verwaltung auf, die Einführung einer Wertstofftonne schnellstmöglich zu prüfen und dabei eine enge Kooperation mit dem Rhein-Sieg-Kreis anzustreben.“

 

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