Entscheidung zum Festspielhaus nur auf der Grundlage solider Fakten seriös und verantwortlich

Die schwarzgrüne Koalition hat auf den für kommenden Freitag mit Beginn des Beethovenfestes angekündigten Vorstoß des Bonner Oberbürgermeisters zum Bau eines Festspielhauses mit Unverständnis reagiert, weil den Fraktionen bisher keinerlei Ergebnisse zur aktuellen Faktenlage bezüglich Bau, Betrieb, möglichen Finanzierung sowie einer inhaltlichen Konzeption des Festspielhauses vorgelegt werden konnten.

 

„Wir haben die Sorge, dass der Oberbürgermeister, nachdem er das Projekt in 2010 im Alleingang auf Eis gelegt hat, nun einer seriös abwägenden Diskussion über Chancen und – insbesondere finanziellen – Risiken, erneut einen Bärendienst erweist und stattdessen nur ein kurzatmiges Strohfeuer entfacht, dass dem Projekt nicht dienlich ist und letztlich das Ansehen der Stadt beschädigt,“ sagten Klaus-Peter Gilles (CDU) und Doro Paß-Weingartz (GRÜNE).

 

„Wir plädieren dringend an den Oberbürgermeister dem Rat zunächst die Fakten auf den Tisch zu legen und die wichtigsten Fragen zu beantworten:In welche kulturpolitische Gesamtkonzeption soll das Festspielhaus integriert werden?Welches inhaltliche Konzept soll mit dem Festspielhaus selbst verfolgt werden?Welche Kosten sind für den kompletten Bau eines Festsspielhauses zu erwarten und wer steht aktuell für deren Finanzierung zur Verfügung?Welche Verpflichtungen soll die Stadt in Bezug auf das Festspielhaus eingehen?Erst wenn hier diese Grundlagen geklärt sind, kann und wird der Rat unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Kulturkommission eine verantwortliche Entscheidung treffen. Dazu haben wir vor der Sommerpause der Auftrag erteilt, die Verwaltung sollte jetzt zügig liefern.“

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld