Es fehlte Nimptsch an einer Vision für Bonn

Aus Sicht der GRÜNEN ist der Verzicht von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch auf eine weitere Kandidatur politisch nur konsequent. Seine privaten Gründe für den Verzicht verdienen höchsten Respekt. In der Wahrnehmung seiner repräsentativen Aufgaben ist er durchaus professionell –  auch wenn man an der ein oder anderen Stelle über Stilfragen streiten kann. Politisch jedoch hat er vieles liegen gelassen. Das einfach auf die bisherige Ratsmehrheit abzuschieben, ist zu billig.Fraktionssprecherin Brigitta Poppe und Fraktionssprecher Peter Finger: „Jürgen Nimptsch hat es nicht verstanden, in seiner Amtszeit der Stadt eine eigenständige Vision zu geben. Was verbindet die Öffentlichkeit zum Beispiel bei der Frage einer ökologischen Stadtentwicklung mit dem Namen Nimptsch? So gut wie nichts. Für welche Vision steht er bei dem Thema einer sozial gerechten Stadt? Hier ist er nur bekannt geworden über Kürzungsvorschläge zum Haushalt, die soziale Strukturen nachhaltig beschädigt hätten. Wofür steht Jürgen Nimptsch bei dem Thema einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung, die Bonn aus dem Dauerstau herausführt? Dort, wo er sich inhaltlich stärker engagiert hat wie bei der Kultur, war sein Auftreten chaotisch und hat zu Unfrieden in der Stadt beigetragen. Alles in allem ist die Bilanz seiner politischen Arbeit nicht überzeugend und die Kommunikation gegenüber dem Rat ist zu sehr geprägt von der eigentümlichen ‚Nimptschen Poesie‘ statt klaren Linien und Führungskraft für die Zukunft.“DIE GRÜNEN werden sich nun dafür einsetzen, eine Frau oder einen Mann zu finden, die oder der sich nicht im Klein-Klein verliert, sondern es versteht, langfristige Perspektiven für Bonn zu entwickeln. Nur so wird es auch möglich sein, die Verwaltung konsequent zu führen.

 

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