Fahrradabstellanlagen am Hauptbahnhof

Die Anfrage einer BürgerIn bezüglich Abstellanlagen am Hauptbahnhof haben wir wie folgt beantwortet:

 

Rund um den Bonner Hauptbahnhof gibt es in der Tat seit Jahren viel zu wenige Fahrradabstellmöglichkeiten. Diese Problematik haben wir in unzähligen Gesprächen mit der Deutschen Bahn AG und mit der Bonner Stadtverwaltung thematisiert. Denn dieses Problem ist sehr vielschichtig. Zum Einen blockiert der Investor, der in der Quantiusstraße Inhaber des Grundstückes ist, die dortige weitere Entwicklung, die zu einer größeren und besseren Radstation führen würde und zu dessen Abschluss auch die Sanierung der Straße und somit eine Verbesserung der dortigen Fahrradständer gehören würde. Hierzu finden Sie auch nähere Infos unter dem folgenden Link: rolf-beu.deZum Anderen wurden im Rahmen der Vorbereitungen für das Deutschlandfest vor Gleis 1 marode Fahrradständer abmontiert und nicht ersetzt. Dies haben wir mehrfach damals stark kritisiert und mit der DB und der Stadtverwaltung versucht, eine Lösung zu finden. Durch dir dort in den nächsten Jahren anstehenden Sanierungsarbeiten am Bahnhofsgebäude und am Bahnhofsdach sowie die anstehenden Baumaßnahmen am Bahnhofsvorplatz kamen wir mit unseren Gesprächspartnern zu dem Ergebnis, dass dort die Anschaffung und Installation von fest-montierten Fahrradabstellanlagen für die Dauer der Bauzeit keinen Sinn machen würde, da diese die Bauarbeiten stören und behindern würden. Auf unsere Idee hin, hat die Stadtverwaltung dann geprüft, inwieweit dort Mobile Fahrradabstellanlagen helfen würden. Nachdem das Ergebnis dieser Prüfung sowohl von der DB als auch von der Stadtverwaltung sehr positiv war, haben wir im Frühjahr 2013 beschlossen mindestens 100 Mobile Fahrradabstellanlagen vorrangig genau für diesen Zweck vor dem Hauptbahnhof anzuschaffen. Leider hat die vom SPD-Oberbürgermeister geführte Stadtverwaltung seitdem sich nicht einigen können, welches Amt die Federführung für diese Anschaffung haben soll. Auch auf unsere Bitte im September, dass der zuständige Dezernent, Herr Stadtbaurat Wingenfeld, ein Machtwort in der Verwaltung sprechen soll, wurde nicht reagiert. Nach unserer Kritik in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses, hat Herr Wingenfeld nun mündlich eine schnelle Lösung zugesagt. Wir werden dies weiter verfolgen und notfalls weiter Druck ausüben, damit diese Situation schnellstmöglich verbessert wird. Hierzu finden Sie auch nähere Infos unter dem folgenden Link: rolf-beu.de Auch bei der Unterführung an der Poppelsdorfer Allee gab es mehrfach intensive Gespräche. Hier ist eine geeignete Lösung nicht ganz so einfach. Denn einerseits treffen hier verschiedene Interessensverhältnisse aufeinander. So gehört die Unterführung samt den dortigen Geschäften der Universität Bonn, das Interesse einer Radwegnutzung hat die Stadt Bonn und die DB AG ist logischerweise ebenfalls mitbeteiligt. Um eine Nutzung von Fuß- und Radverkehr nebeneinander in der Röhre zu bewerkstelligen, müsste eines oder eventuell beide Geschäfte auf ihre Stände in der Röhre verzichten bzw. gegebenenfalls sogar komplett geschlossen werden. Dies würde bei der Uni zu Einnahmeverlusten führen. Dann wäre ein getrennter Fuß- und Radweg in der Röhre rein von der Breite her machbar. Problematisch wäre dann laut Stadtverwaltung noch die Höhe der Röhre, aufgrund welcher eine offizielle Freigabe der Röhre für den Radverkehr gesetzlich schwierig wäre. Denn sobald eine Radfahrerin oder ein Radfahrer zu groß sind, vergessen den Kopf einzuziehen und oben gegenstoßen, könnte es zu Haftungsansprüchen gegen die Stadt Bonn kommen. Dies ist jedenfalls aktuell die Aussage der Bonner Stadtverwaltung. Wir werden dies nochmal prüfen lassen, da es im Straßenverkehr ja bekanntlich auch Höhenbegrenzte Brückendurchfahrten gibt. Vielleicht ließe sich hier Ähnliches ja auch bewerkstelligen.   Natürlich haben Sie völlig Recht, dass eine Verbreiterung bzw. Vertiefung der vorhandenen Röhre und bzw. oder eine neue zusätzliche Röhre die beste Lösung für den Radverkehr darstellen würde. Allerdings ist jede Bautätigkeit an einem Eisenbahnbauwerk, wie diesem, eine Millionen-Investition, die Jahrzehnte lange Planungen der DB AG erfordern würde und mit Sperrungen des Bahnverkehrs verbunden wäre. Wir wollen zwar die Finanzmittel zur Radverkehrsförderung deutlich erhöhen, aber ob die trotzdem doch wenigen zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel dann dort in diese eine Maßnahme oder in stadtweite Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs investiert werden, wollen wir im Rahmen und im Anschluss an die Haushaltsberatungen auch zusammen mit dem ADFC diskutieren. Unabhängig davon sind wir aber weiterhin bemüht und werden uns in Gesprächen mit den Beteiligten dafür einsetzen, dort eine kurzfristig zu realisierende nicht ganz so teure Verbesserung für den Radverkehr zu erzielen. 

 

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